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	<title>uniwave &#187; krank</title>
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		<title>Noro-Virus legt Göttingen lahm</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 15:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn ich meiner Apothekerin, Erzählungen aus meinem Umfeld und meinem Magen glauben kann, dann geht momentan ein fieses kleines Noro-Virus in Göttingen um.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wenn ich meiner Apothekerin, Erzählungen aus meinem Umfeld und meinem Magen glauben kann, dann geht momentan ein fieses kleines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Humane_Noroviren">Noro-Virus</a> in Göttingen um.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ob man selbst betroffen ist, lässt sich relativ schnell sagen. Anzeichen sind Gastroenteritis mit plötzlich auftretendem Durchfall und Erbrechen sowie Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Die Inkubationszeit liegt zwischen 10 und 50 Stunden und macht sich dann sehr schnell bemerkbar.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">So schnell wie es aufgetaucht ist, verschwindet das Virus jedoch auch wieder. Nach ein bis drei Tagen Salzstangen-Diät und <a href="http://">Tannacomp</a> sollte es wieder besser gehen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Was mich persönlich jetzt mal interessieren würde, sind die vielen Hausrezepte, die es gibt.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Salzstangen und viel Wasser stehen natürlich ganz oben auf der Liste. Ich kenne dann noch schwarzen Tee mit Salz und ein bisschen Zucker. Auch Coca Cola wird häufig genannt, macht aber eigentlich keinen Sinn. Auf Kohlensäure sollte man eigentlich erstmal verzichten. Und zuviel Zucker dürfte dem Magen eigentlich auch nicht gut tun.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Dann gibt es noch Brühe &#8211; in jeder nur erdenklichen Form (vielen Dank an <a href="http://wortkomplex.wordpress.com/">meinen Lieferanten</a>). Und zerriebene Äpfel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wer hat noch mehr Tipps? Wer meint, Äpfel und Cola helfen? Wer glaubt, Salzstangen sind nur eine urbane Legende? Kommentiert drauf los!
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ach ja &#8211; und wen es auch erwischt hat: Gute Besserung!</p>
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		<title>Von Grabsteinen und dicken Händen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2007 17:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
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		<category><![CDATA[krank]]></category>
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		<category><![CDATA[Thoughts]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine linke Hand war angeschwollen als ich heute Morgen aufwachte. Nachdem ich diese Tatsache zuerst mit meinem gleichzeitig auftretenden Kater entschuldigen wollte, kamen mir beim Zähneputzen dann doch erste Zweifel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Meine linke Hand war angeschwollen als ich heute Morgen aufwachte. Nachdem ich diese Tatsache zuerst mit meinem gleichzeitig auftretenden Kater entschuldigen wollte, kamen mir beim Zähneputzen dann doch erste Zweifel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Die Finger ließen sich nicht mehr richtig schließen, weswegen das meiste Wasser zum Nachspülen im Waschbecken statt im Mund landete. Dann fiel mir ein, dass ich in der Nacht zuvor aufgewacht war, weil genau diese Hand unglaublich gejuckt hatte. Da meine Hausapotheke seit dem Umzug aus einer Mediziner-WG rein in ein geisteswissenschaftliches Zufriedenheitshort über Aspirin, Nivea und Sinupret nicht hinausgeht, beschloss ich, meinen Hausarzt aufzusuchen. Schlecht bloß, wenn man so etwas noch gar nicht in Göttingen hat und dann auch noch der Wochentag die Sache verkompliziert.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Heute ist Sonntag. Sonntags machen alle Ärzte blau. Und die, die für mich und dich ihr Wochenende opfern, werden namentlich in Zeitungen erwähnt, die bereits vor Wochen erschienen. Es half also nichts. Ein Blick ins <a target="_blank" title="Notdienst" href="http://www.goettingen.de/service/notdienst/index.htm">Internet </a>und ich wusste, wer mir heute mein Leben bzw. meine Hand retten durfte.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">In der Notfallambulanz angekommen, fragte mich die nette Arzthelferin hinter der Theke gleich nach dem Grund meines Erscheinens sowie meiner Krankenkassenkarte. Als Antwort hielt ich ihr meine beiden Hände vors Gesicht, ließ sie vergleichen, und sagte diese berühmte Zauberformel: &#8220;Privat versichert.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">Doch wo ich mit einem herunterfallenden Transparent mit der Aufschrift &#8220;Willkommen, lieber Privat-Patient&#8221;, Konfetti-Regen, orchestraler Musik und 20 singenden hübschen Schwestern in weißen Minikostümen sowie einem Einzelzimmer mit Blick auf die Leine gerechnet hatte, erhielt ich nur einen Zettel zur Unterschrift sowie die Aufforderung, im Wartezimmer Platz zu nehmen. Selbst die Familie mit dem weinenden Kleinkind (ein neuer Zahn war durchgekommen) wurde nicht aus der Tür geschmissen &#8211; ich musste fast 15 Minuten warten.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Bei <a target="_blank" href="http://www.mcdonalds.de">McDonalds</a> bekommt man in solchen Fällen immerhin einen Umsonst-Cappuccino. (Erinnerung: Nachlesen, wer von bevorzugter Behandlung von Privatpatienten gesprochen hatte) Als die diensthabende Ärztin dann endlich Zeit für mich hatte, erzählte ich ihr meine Geschichte, sie machte sich ihre Notizen und ließ anschließend meine Leukozyten messen. Muss wohl alles in Ordnung gewesen sein, denn als sie wenig später wieder ins Zimmer kam, verschrieb sie mir ein <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antiallergikum">Antiallergikum</a> und sagte, ich solle die Hand die nächsten Tage kühlen. Damit konnte ich gleich anfangen, denn die beiden Apotheken, die an diesem Sonntag Notdienst hatten, befinden sich in den äußersten Ecken Göttingens. Ich hatte die Wahl zwischen länger, dafür flach und kürzer, dafür bergig. Meine Wahl fiel auf Ersteres und die Petri-Apotheke in Grone.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ausgestattet mit einer ungefähren Wegbeschreibung der Arzthelferin und dankenswerterweise mit meinem <a target="_blank" href="http://www.uniwave.de/log/www.apple.com/ipod">iPod</a>, trat ich gehandicapt die zweite Etappe meiner <span style="font-style: italic">Tour der Leiden</span> an. Nach weiteren 20 Minuten und einer telefonischen Wegbeschreibung stand ich schließlich vor der Eingangstür der Apotheke. Ein Klingeln, und neben meinem Kopf ging plötzlich eine Klappe auf. Der Herr Apotheker dahinter ließ mich zu der Erkenntnis gelangen: auch Apotheker tragen am Wochenende Schlabber-Look. Nach einer kurzen Schimpftirade auf die Schrift der Ärztin verschwand er in den Weiten seines Ladens und kam nach fünf Minuten mit dem Medikament zurück:</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">&#8220;Macht 25,79 EUR.&#8221;<br />
&#8220;Kann ich mit Karte bezahlen?&#8221;<br />
&#8220;Nein, haben Sie kein Geld dabei?&#8221;<br />
&#8220;Doch, aber nur 15 EUR. Gibt es denn hier eine Sparkasse in der Nähe?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">So kurz vor dem Ziel musste ich erkennen: Krank sein ist erst der Anfang allen Übels.<br />
Also erneut auf mein Fahrrad und nach weiteren 10 Minuten stand ich mit ausreichend Geld ausgestattet erneut vor dem netten Herren in der Jogginghose:</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">&#8220;Das war nicht gegen Sie persönlich gerichtet. Aber wenn ich hier an einem Sonntag meinen Laden aufmache, dann laufen sie gleich alle hier auf und ich bekomm ihn nicht mehr zu.&#8221;<br />
<span style="text-decoration: line-through">Kommentar gestrichen.</span><br />
&#8220;Schönen Tag noch.&#8221;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">Zwei Stunden nachdem ich von zuhause losgefahren war, hatte ich endlich meine Medizin und konnte mich auf den Heimweg machen. Jetzt erst fiel mir auf, wie passend die Geschäfte der Groner Landstraße an diesem Sonntag angerichtet waren. Beim ersten Grabsteingeschäft fand ich es noch amüsant, mir Werbebotschaften für das Unternehmen auszudenken:</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">&#8220;Greis ist geil.&#8221;<br />
&#8220;Lebst du noch oder stirbst du schon?&#8221;<br />
&#8220;Müller Grabsteine &#8211; Quadratisch, praktisch, gut!&#8221;<br />
&#8220;Mein Haus, mein Boot, mein Grabstein.&#8221;<br />
&#8220;Müller Grabsteine &#8211; jetzt auch mit iPod-Connector.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">Nachdem ich jedoch noch an einem weitere &#8220;Naturstein-Handel&#8221; und einem richtigen Friedhof (dieses Wort ist längst nicht mehr zeitgemäß) vorbeigeradelt war, machten all die Querelen der letzten Stunden plötzlich Sinn: unser Gesundheitssystem möchte gar nicht, dass wir wieder gesund werden.<br />
Eine 90jährige Oma wäre an diesem Tag wohl kaum über den ersten Grabsteinladen hinausgekommen.</p>
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