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	<title>uniwave &#187; göttingen</title>
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		<title>„Dann geht die Menschlichkeit flöten“</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 13:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Hubschrauberpilot gilt als Traumberuf. Doch der Alltag der Besatzung des „Christoph 44“ ist nicht immer traumhaft. Ein Besuch bei der DRF Luftrettung in Göttingen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%" ><strong>Hubschrauberpilot gilt als Traumberuf. Doch der Alltag der Besatzung des „Christoph 44“ ist nicht immer traumhaft. Ein Besuch bei der DRF Luftrettung in Göttingen.</strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >In den Pfützen am Boden bilden sich erste kleine Wellen. Der sich in ihnen spiegelnde graue Himmel beginnt zu verschwimmen. Immer mehr Regentropfen werfen immer neue Kreise. Dann stören schwarze Lederschuhe ihre Bahnen. Ein Mann, komplett in Orange gekleidet, schreitet über den nassen Beton. Sein Name ist Frank-Michael Jaenke. Er steigt in einen Gabelstapler und zieht „Christoph 44“ aus seiner nächtlichen Behausung hinaus in den Regen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Jaenke ist 36 Jahre alt und Hubschrauberpilot. Ein stämmiger Mann mit kurzen schwarzen Haaren und frisch rasiert.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Unser Arbeitstag beginnt um 6.30 Uhr“, erklärt er, nachdem der Gabelstapler zurück in der Garage ist. „Schichtende ist bei Sonnenuntergang.“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Im Sommer arbeiten die Piloten vier Tage am Stück und haben anschließend vier Tage Pause. Im Winter, wenn die Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang viel kürzer ist, sind es sieben Tage Arbeit und sieben Tage Pause.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" ><a rel="lightbox" href="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi1.jpg" rel="lightbox[355]"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi1kl.jpg" /></a>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Das Privatleben leidet natürlich. Wenn die Freundin nicht an solch einen Lebensrhythmus gewöhnt ist, kommt es oft zu Problemen“, erzählt Jaenke. Neben ihm steht Rettungsassistent Jörg Stöber, 47. „Die Scheidungsrate in unserem Beruf ist nicht ohne Grund sehr hoch“, fügt er hinzu.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Die Station der DRF Luftrettung in Göttingen besteht aus zwei Arbeitszimmern, einem Schlafzimmer, einer Toilette, einem Aufenthaltsraum und einer Küche, in der Notärztin Monica Scortea, 37, gerade  Kaffee kocht. Im Arbeitszimmer sitzt die männliche Besatzung vor ihren Computerbildschirmen. „Papierkram bringt der Job auch mit sich.“ Jaenke blickt auf. „Emails beantworten, Anträge stellen, Patientendaten übermitteln. Auch der Hubschrauber muss regelmäßig gewaschen werden.“ Neben Aktenordnern und Lehrbüchern liegt die Speisekarte eines Pizzadienstes.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Um 7.32 Uhr springt Jaenke plötzlich auf. Ein kleines schwarzes Gerät an seinem Gürtel hat angefangen zu piepen. Nur zwei Minuten  später ist der Hubschrauber in der Luft. Einsatzmeldung: ein Mann ist von einer Leiter gefallen. Nur wenige Minuten später landet der Hubschrauber auf einer Wiese. Ein ebenfalls alarmierter Rettungswagen trifft zeitgleich ein. Während sich Notärztin und Rettungsassistenten um den Verletzen kümmern, bewacht der Pilot seine Maschine. Nachdem der Patient stabilisiert wurde, wird er, begleitet von Scortea, im Rettungswagen ins Klinikum transportiert. Der Hubschrauber fliegt ohne Ärztin zurück zur Station. Was mit den Patienten später passiert, erfahren Jaenke und Stöber nur selten. Eine Ungewissheit, die sowohl beruhigend als auch quälend sein kann. Im Fall des Leitersturzes ging alles gut, wird Scortea später berichten. Doch manche Einsätze verlaufen weniger glimpflich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" ><a rel="lightbox" href="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi2.jpg" rel="lightbox[355]"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi2kl.jpg" /></a>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Vor kurzem wurden wir nach Berndorf in Nordhessen gerufen. Dort hatte ein Vater versucht, seine Kinder mit einem Hammer zu erschlagen. Drei, fünf und sieben Jahre alt. Alle drei saßen mit offenen Schädeln in einer Ecke. Sie konnten einander sehen. Das Blut und die Löcher. Als die erste Notärztin eintraf, war ein Mädchen sogar noch ansprechbar.“ Jaencke senkt kurz den Blick. „So etwas vergisst man nicht einfach.“ Mit seinen Gefühlen umzugehen &#8211; das will gelernt sein. Im Rettungsdienst gehören Nachbesprechungen daher zur Tagesordnung. „Man muss über seine Erlebnisse reden“, sagt Stöber. „Wenn man abstumpft, dann geht die Menschlichkeit flöten.“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Es ist Mittagszeit. Doch an eine Pause ist nicht zu denken. 12.29 Uhr. Wieder piepen die Alarmmelder. Wieder ein Einsatz. Und wieder hebt „Christoph 44“ ab. Es gilt Leben zu retten. Auch bei Regen.</p>
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		<title>Mein erstes Mal</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 15:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[work]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitsamt]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bundesagentur für Arbeit in Göttingen mutet ihren studentischen Besuchern einiges zu. Die Öffnungszeiten beschränken sich auf den Vormittag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Die <a href="http://www.arbeitsagentur.de/">Bundesagentur für Arbeit</a> in Göttingen mutet ihren studentischen Besuchern einiges zu. Die Öffnungszeiten beschränken sich auf den Vormittag. Von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet, steht auf der Internetseite. Also heißt es früh ins Bett gehen, um am nächsten Tag rechtzeitig aus dem Bett zu kommen. Um vier Uhr schlafe ich schließlich ein. Die ersten Vögel beginnen schon zu zwitschern.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Nach ausgiebigem Gebrauch des Schlummermodus an meinem Wecker quäle ich mich um kurz vor elf aus dem Bett. Bevor ich unter die Dusche kann, huscht mein Mitbewohner ins Bad. „Muss nur kurz aufs Klo.“ Ich gehe in  die Küche und trinke ein Glas Wasser. Soll gut für den Körper sein, hab ich irgendwo gehört. Als das Bad schließlich frei ist, putze ich mir die Zähne und steige unter die Dusche. Hier fühle ich mich schlecht, weil auf meinem Shampoo nicht „Ohne Silikone“ wie auf den anderen steht. Ob meines wiederverwertete Brustimplantate enthält?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Abtrocknen. Kontaktlinsen einlegen und anziehen. Obwohl es draußen warm ist, ziehe ich eine lange Hose und ein schwarzes Hemd an. Schließlich will ich gut aussehen bei meinem ersten Gang „zum Amt“.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Dort angekommen parke ich mein Fahrrad und sehe mich um. Vor der Eingangstür unterhalten sich zwei Menschen. Ich setze die Sonnenbrille ab und gehe auf sie zu. Ob die Schlange bis hier draußen geht, frage ich mich. Doch es sind nur der Hausmeister und ein Mitarbeiter. Sie unterhalten sich über das Wetter und die Wochenendepläne. Sie machen mir Platz und ich betrete die Eingangshalle. Ein großes Schild weist mir den Weg: „Empfang“. Immer auf der Suche nach einer riesigen Schlange von Arbeitslosen gehe ich weiter. Die müssen hier doch irgendwo sein. Schließlich ist Rezession. Doch selbst als ich den Empfang erreiche: fünf Sachbearbeiterinnen hinter ihren Tischen und nur ein Kunde. „Bitte Diskretion wahren“ steht auf einem Schild. Ich wahre so gut ich kann. Dann ruft mich Frau Fischer zu sich. Sie ist jung, trägt eine Brille und will so gar nicht meinem Bild einer typischen Arbeitslosenamtmitarbeiterin entsprechen: sie ist freundlich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Guten Tag, was kann ich für Sie tun“, werde ich gefragt.<br />
„Hallo. Ich bin gerade mit dem Studium fertig geworden und man hat Sie mir empfohlen“, antworte ich.<br />
Sie lächelt und bittet mich nach meinem Ausweis. „Haben Sie in den letzten zwei Jahren für zwölf Monate oder mehr Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt?“<br />
Ich verneine. Mit vielen 400-Euro-Jobs kann ich dienen. Die nützen mir hier wenig.<br />
„Was haben Sie denn studiert?“<br />
Meine Antwort verwirrt sie. Magister scheint in Zeiten von Bachelor und Bachelorette niemand mehr zu kennen. Nachdem sie meine Daten in ihren Rechner eingegeben hat, drückt sie mir einen Zettel in die Hand.<br />
„Mit diesem Zettel können Sie jetzt Arbeitslosengeld II beantragen. Allerdings nicht hier im Haus sondern beim Landkreis. Die haben allerdings nur bis zwölf Uhr geöffnet.“<br />
Ein Blick auf die Uhr. Noch 19 Minuten. Ich bedanke und verabschiede mich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Wieder draußen schließe ich mein Fahrrad auf und mache mich auf den Weg. Bis zum Rathaus sind es zwei Kilometer. Mit Gegenwind und aufgehalten von vielen roten Ampeln erreiche ich um 11 Uhr 46 das Ziel. Auch hier ist keine Schlange zu sehen. Ob die Arbeitslosen schon alle Wochenende haben?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Was ich hingegen bemerke, ist ein qualitativer Unterschied zur Agentur für Arbeit. Während dort vieles hell, modern und angenehm wirkte und selbst die Mitarbeiterinnen freundlich und gut gekleidet waren, treffe ich hier auf das genaue Gegenteil. Es ist dunkel und stickig. Die Beschilderung verwirrt mehr als sie hilft und von Ansprechpersonen ist weit und breit nichts zu sehen. Irgendwann stehe ich vor einem Nummern-Automat. Ich drücke einen Knopf und halte wenig später die Nummer 24 in meinen Händen. Ein Gong ertönt und ich frage mich, wie ich herausbekomme, ob das vielleicht schon meine Nummer ist. Ein vorsichtiger Blick um die nächste Ecke und ich befinde mich in einer Art Wartehalle. Immerhin bin ich nicht alleine. Ein Mann sitzt an einem großen Tisch und füllt Unterlagen aus. Eine Frau versteckt sich hinter einem Computer und schreibt an ihrer Bewerbung. Tipps dafür stehen groß an der Pinnwand. Hier finden sich auch die neuesten Jobangebote: Pizzalieferant, Schneiderin, Maurer oder Altenpflegerin.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Der nächste Gong ertönt und ich entdecke eine Anzeige. Neben der 24 leuchtet nun der Raum Nummer Fünf auf. Das richtige Zimmer zu finden gestaltet sich schwieriger als gedacht. Auf die Sieben folgen Vier und Drei, bevor ich schließlich bei Nummer Fünf klopfe und eintrete. Und wieder glaube ich, im verkehrten Film zu sein. Eine ältere Dame blickt mich an. Statt zu grüßen will sie meinen Nummernzettel haben. Anscheinend wird man hier nach Nummern bezahlt. Ich reiche ihn ihr und erkläre mein Problem. Daraufhin drückt sie mir mehrere Zettel in die Hand.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Die müssen Sie alle ausfüllen. Wenn Sie in einer WG wohnen, müssen sie die hier skizzieren. Außerdem brauchen wir alle Unterlagen der letzten drei Monate. Kontoauszüge, Versicherungsdaten und Angaben des Vermieters.“ Ich frage, ob meine Lebensversicherung weiterlaufen kann. „Pro Lebensjahr dürfen Sie 150 Euro besitzen. Darüber hinaus ein Betrag von 750 Euro&#8230;“ Sie tippt wie wild auf ihren Taschenrechner ein. „Wie alt sind Sie?“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Das Ergebnis überrascht mich. Knapp 5.000 Euro darf ich besitzen. Anderenfalls erhalte ich kein Arbeitslosengeld. Dass ich außerdem 10.000 Euro BAföG-Schulden durch mein Studium habe, scheint nicht zu interessieren. „Füllen Sie einfach die Zettel aus und kommen Sie dann wieder. Wir schließen nämlich in zwei Minuten.“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Ich verstehe. Da ist sie wieder. Die deutsche Pünktlichkeit. Gepaart mit ein bisschen Bürokratie wird daraus ein gefährlicher Cocktail, den ich heute nicht mehr probieren will. Ich bedanke mich und wünsche ein schönes Wochenende. Eine Antwort bleibt man mir schuldig.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Draußen vor der Tür atme ich erleichtert auf. Die Sonne scheint. Ich stecke die Unterlagen tief in meine Tasche. Ich nehme mir vor, in der nächsten Woche einmal hineinzuschauen. Dann steige ich auf mein Rad und fahre los. Mein erster Gang „zum Amt“ war weniger schlimm als befürchtet. Selbst Schlange stehen musste ich nicht. Vielleicht schreibe ich dem <a href="http://www.bmas.de">Olaf</a> mal eine Mail. Er soll doch mal nach Göttingen kommen. Hier scheint es keine Arbeitslosen zu geben. Aber vielleicht hatten die heute auch alle nur frei.</p>
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		<title>Die Asiaten-Invasion</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 12:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[invasion]]></category>
		<category><![CDATA[marienkäfer]]></category>
		<category><![CDATA[plage]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst einer, dann zwei, dann drei. Namen hatten sie keine. Aber sie waren da. Sie schwirrten abends um meine Nachtischlampe und begrüßten mich morgens durch Flugeinlagen quer durch den Raum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Erst einer, dann zwei, dann drei. Namen hatten sie keine. Aber sie waren da. Sie schwirrten abends um meine Nachtischlampe und begrüßten mich morgens durch Flugeinlagen quer durch den Raum.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Manchmal waren sie eingestaubt, dann versuchte ich ihnen ein wenig zu helfen. Schließlich sollten sie sich im Gegenzug um meine Pflanzen kümmern. Sie von bösen Schädlingen befreien. Sie grün halten. Aufgaben, die mit ihnen seit vielen Jahren verbunden werden.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Heute dann erlebte ich eine böse Überraschung. M1, M2 und M3 haben Freunde. Viele Freunde. Und alle bei mir im Zimmer. Zwischen Fensterrahmen und Fenster haben sie es sich gemütlich gemacht. In den Ritzen, in den Winkeln. Und in den Ecken. Übereinander gestapelt, wild wuselnd und kriechend gab es leider keine andere Lösung.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Der Staubsauger wurde aus der Küche geholt, von Stange und Endteil befreit, und aufgeräumt.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Schon kurze Zeit später wuselte es wieder. Noch einmal den Stecker in die Steckdose &#8211; wieder wanderten viele krabbelnde  M&#038;Ms in den dunklen, staubigen Beutel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Dann habe ich mir mein Fenster genauer angesehen. Dort gibt es kleine Lücken im Holz &#8211; wahrscheinlich zum Abfluss des Regenwassers. Abgedichtet nun mit Klebeband. Während ich damit beschäftigt war, warf ich einen Blick auf die roten Mauersteine, die mein Fenster umgeben. Wildes Gewusel und Geschwirre allerorts. Im zweiten Stock &#8211; gen Süden. So, wie es die Prophezeiung besagt:
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">&#8220;Vor allem frei stehende, zweistöckige Gebäude, die sich gut vor dem Horizont abheben&#8221; wird er besuchen. &#8220;Im Idealfall auf der warmen Südseite.&#8221;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Jetzt hoffe ich auf etwas Ruhe. Denn eine Sache war mir nicht bewusst. M1, M2 und all ihre Freunde kommen gar nicht aus Deutschland. Sie kommen aus Asien. Und machen auch vor menschlichem Blut nicht halt. Haben sie die Haut erst durchdrungen, folgen immer mehr. Sie trinken und fressen &#8211; bis zu dreißig Minuten lang. Nicht wirklich gefährlich, aber auch nicht wirklich nett. Ist das der Dank dafür, dass ich euch von Staub befreit, euch eine Unterkunft und Essen angeboten habe?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Nein. In Zukunft gibt es keine Schonfrist mehr. Kommt ihr in mein Zimmer, kommt ihr in den Beutel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Sorry, da kann dir auch dein Name nicht helfen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Harmonia axyridis &#8211; der Marienkäfer ist zur Plage geworden. Zumindest, was seine asiatischen Geschwister betrifft. (Quelle: <a href="http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB9967DBF46652868E9/Doc~E29923117AB334F50B7360185738D3E4B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Vom Nützling zum Schädling</a>)</p>
<p><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/marien1.jpg" alt="Marienkäfer-Invasion" /></p>
<p>Hier noch ein paar Links zur Marienenkäfer-Invasion.<br />
SPIEGEL Online: <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,510832,00.html">&#8220;Rote Flut aus Asien sucht Frankreich heim&#8221;</a><br />
SWR3: <a href="http://www.swr3.de/info/Rote_20Invasion_3A_20Marienk_C3_A4fer-Plage/-/id=47318/nid=47318/did=268640/oxj4hz/index.html">Rote Invasion: Marienkäfer-Plage</a><br />
Netzeitung: <a href="http://www.netzeitung.de/wissenschaft/807314.html">Invasion der Marienkäfer</a><br />
Badische Zeitung: <a href="http://werkstatt.badische-zeitung.de/suedwest-1/feuerwehr-raet-zu-staubsaugern">Feuerwehr rät zu Staubsaugern</a></p>
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		</item>
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		<title>Noro-Virus legt Göttingen lahm</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/08/30/noro-virus-legt-gottingen-lahm/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 15:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[noro]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich meiner Apothekerin, Erzählungen aus meinem Umfeld und meinem Magen glauben kann, dann geht momentan ein fieses kleines Noro-Virus in Göttingen um.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wenn ich meiner Apothekerin, Erzählungen aus meinem Umfeld und meinem Magen glauben kann, dann geht momentan ein fieses kleines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Humane_Noroviren">Noro-Virus</a> in Göttingen um.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ob man selbst betroffen ist, lässt sich relativ schnell sagen. Anzeichen sind Gastroenteritis mit plötzlich auftretendem Durchfall und Erbrechen sowie Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Die Inkubationszeit liegt zwischen 10 und 50 Stunden und macht sich dann sehr schnell bemerkbar.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">So schnell wie es aufgetaucht ist, verschwindet das Virus jedoch auch wieder. Nach ein bis drei Tagen Salzstangen-Diät und <a href="http://">Tannacomp</a> sollte es wieder besser gehen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Was mich persönlich jetzt mal interessieren würde, sind die vielen Hausrezepte, die es gibt.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Salzstangen und viel Wasser stehen natürlich ganz oben auf der Liste. Ich kenne dann noch schwarzen Tee mit Salz und ein bisschen Zucker. Auch Coca Cola wird häufig genannt, macht aber eigentlich keinen Sinn. Auf Kohlensäure sollte man eigentlich erstmal verzichten. Und zuviel Zucker dürfte dem Magen eigentlich auch nicht gut tun.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Dann gibt es noch Brühe &#8211; in jeder nur erdenklichen Form (vielen Dank an <a href="http://wortkomplex.wordpress.com/">meinen Lieferanten</a>). Und zerriebene Äpfel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wer hat noch mehr Tipps? Wer meint, Äpfel und Cola helfen? Wer glaubt, Salzstangen sind nur eine urbane Legende? Kommentiert drauf los!
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ach ja &#8211; und wen es auch erwischt hat: Gute Besserung!</p>
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		<title>Falschparker</title>
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		<comments>http://www.uniwave.de/log/2008/07/15/falschparker/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 20:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personal]]></category>
		<category><![CDATA[falschparker]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Falschparker. Ich mag sie nicht. Und wenn sie dann auch noch zu faul sind, fünf Meter weiter auf einem freien Parkplatz zu parken, ist es sowieso zu spät. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Falschparker. Ich mag sie nicht. Und wenn sie dann auch noch zu faul sind, fünf Meter weiter auf einem freien Parkplatz zu parken, ist es sowieso zu spät.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Heute: vor der Videothek im Gallus-Park.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Mal kurz&#8217;n paar DVDs ausleihen. Wird schon keiner merken. Und dass da Feuerwehrausfahrt steht, scheint der Fahrer auch nicht lesen zu können. Vielleicht ist er Hubschrauberpilot. Dann macht zumindest Sinn, dass er sein Gefährt mitten auf das gelbe Kreuz gestellt hat.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"</p>
<p><a href="http://www.uniwave.de/images/blog/falschp.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/falschp.jpg" width="350" height="263" alt="Falschparker" /></a><br />
<em>Klick für Großansicht.</em>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich hab dich gesehen! Ich kenn dein Nummernschild! Und deine fettige Freundin hab ich auch gesehen. Deswegen verzeih ich dir.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Aber beim nächsten Mal&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Liebe Alice,</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/07/08/liebe-alice/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 19:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technology]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[neu]]></category>

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		<description><![CDATA[seit heute bist du also da. Viel zu lange habe ich auf dich warten müssen. Viel zu lange ohne dich leben müssen. Ich erinnere mich noch heute daran, wie ich zum ersten Mal Kontakt mit dir aufnahm. Als wäre es gestern gewesen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">seit heute bist du also da. Viel zu lange habe ich auf dich warten müssen. Viel zu lange ohne dich leben müssen. Ich erinnere mich noch heute daran, wie ich zum ersten Mal Kontakt mit dir aufnahm. Als wäre es gestern gewesen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich schrieb dir einen Brief. Per Internet. Eine Mail. Ich füllte ein Formular aus. Und bekam eine Antwort. Von dir. Schon hattest du mich gefangen. Der Aufforderung, mich endlich von meiner <a href="http://www.arcor.de">Ex</a> zu trennen, kam ich ohne Zögern nach. Ich schmiss sie aus dem Haus. Ich räumte auf. Nichts erinnert mehr an sie. Du sollst es schön bei mir haben.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Plötzlich brach der Kontakt ab. Lange Zeit gar nichts. Ich begann mir Sorgen zumachen. Ich rief dich an. Doch du warst nicht gut drauf. Du vertröstetest mich. Auf später. Auf einen anderen Tag, eine andere Woche.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Irgendwann kam ein Paket. Mit deinen Anziehsachen. Und einem Buch. Du hattest mir geschrieben, worauf ich achten müsse, wenn wir uns zum ersten Mal sehen würden. So vorausschauend von dir. Ich war versöhnt.<br />
Dann kam ein Brief. Es stand nicht viel drin. Ein Datum. Der Tag deiner Ankunft. Bei mir. In Göttingen. In meiner Wohnung. &#8220;Bitte seien Sie am 08.07.08 zuhause.&#8221;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich war zuhause. Es klingelte. Ein Mann stand vor mir. Verwundert blickten wir uns an. Er ließ mich kaum zu Wort kommen. Ein Schritt nach vorne, und er war an mir vorbei. Er wusste, wo er zu suchen hatte. Schon war er wieder gegangen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich machte Kaffee. Und plötzlich warst du da. Ich hatte dich gar nicht kommen gehört. Du standest vor mir. In deiner ganzen Schönheit. So schnell, so einfach. So unkompliziert. Aber mit deinen eigenen Ecken und Kanten. Wie hatte ich bloß so lange ohne dich leben können?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Seit heute sind wir nun also zusammen. Und dank deiner Anleitung werde ich immer wissen, welche Knöpfe ich drücken muss, um dich nicht wieder zu verlieren.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich liebe dich, <a href="http://alice.aol.de/">Alice</a>.
</p>
<p><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/alice.jpg" alt="Alice" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine Taube auf dem heißen Blechdach</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 11:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personal]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[quälix]]></category>
		<category><![CDATA[tauben]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist wieder da. Quälix, die Taube neben meinem Fenster. Quälix, so hab ich sie genannt. Wahrscheinlich hat sie einen anderen Namen. Oder gar keinen. Bei Tauben kann man das nicht wissen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Sie ist wieder da. Quälix, die Taube neben meinem Fenster. Quälix, so hab ich sie genannt. Wahrscheinlich hat sie einen anderen Namen. Oder gar keinen. Bei Tauben kann man das nicht wissen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Vielleicht ist sie schon einmal der Wissenschaft in die Hände gefallen. Dann hat sie einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelberingung">Metall- oder Plastikring</a> am Fuß und ihr Name ist eine Nummer. Vielleicht ist sie eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brieftaube">Brieftaube</a>. Auch dann hätte sie einen Ring am Fuß und wäre eine <del>laufende</del> fliegende Nummer. Letzteres halte ich für am Wahrscheinlichsten. Schließlich kommt Quälix meist am Wochenende vorbei. Wenn sie frei hat. Dann setzt sie sich auf den kleinen Dachabschnitt gleich rechts von meinem Fenster. Man kann sie nicht sehen. Nur hören.</p>
<p><embed src="http://www.uniwave.de/sound/tb.wav" width=335 height=15 autostart=no loop=true> </p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Da helfen auch keine geschlossenen Fenster. Zumal dies gerade im Sommer keine Option darstellt. Auch Händeklatschen verscheucht Quälix nicht. Stattdessen hab ich es heute mit dem Wischmopp aus unserem Bad versucht. Damit kommt man zumindest um die Ecke und kann ein wenig Verwirrung stiften. Hat auch funktioniert, bloß leider war ich danach unweigerlich wach. Gerade am Wochenende kann das recht ärgerlich sein.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Laut jetzt.de folgt bei Tauben <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/311120">auf Gurren der Eisprung</a>: <em>Sobald die Weibchen angegurrt werden, gehen sie im Kreis, spreizen ihre Schwanzfedern und gurren zurück. Das regt ihren Eisprung an und voilá &#8211; das Taubenweibchen ist paarungsbereit. </em> Bisher schien Quälix jedoch noch ohne Begleitung auf unserem Dach gegurrt zu haben. Was aus dem sie einen er macht. Der noch übt. Vielleicht möchte er auch nur meinem Mitbewohner imponieren. Der schläft genau unter dem gurrenden Täuber.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://farm4.static.flickr.com/3149/2548629189_cc6fec5dd0.jpg" rel="lightbox[117]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3149/2548629189_cc6fec5dd0_m.jpg" /></a></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Vielleicht fällt mir in den nächsten Tagen noch eine wirkungsvollere Methode gegen den Tauben<del>-Terrorismus</del> -Tourismus auf unserem Dach ein.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Und jetzt hole ich erstmal wieder den Mopp aus dem Bad.</p>
<p></embed></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Göttinger Impressionen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 16:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[alice]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Mann auf einem Tandem fuhr heute an mir vorbei. Erster Gedanke: Das Auto hat wohl die Frau bekommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ein Mann auf einem Tandem fuhr heute an mir vorbei. Erster Gedanke: Das Auto hat wohl die Frau bekommen.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Der Kastanienbaum vor unserem Haus wirft schon kleine Früchte ab. Erster Gedanke: Sind das überhaupt Früchte? Nachgesehen und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kastanien">Erstaunliches</a> entdeckt: <em>Die weiblichen Blüten sitzen einzeln oder bis zu viert getrennt oder am Grunde der männlichen Kätzchen. Sie werden von einem schuppigen grünen Fruchtbecher umhüllt. Die Nussfrüchte werden ebenfalls „Kastanien“ genannt und sind völlig in eine dichte weichstachelige Cupula eingeschlossen.</em></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Das Finanzamt hat studienunfreundliche Öffnungszeiten. Am Mo, Di, Mi und Fr gehen die Beamten bereits um 12 Uhr nach Hause. Wie soll man da herausfinden, ob ein Handelsregistereintrag oder eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wirklich nötig sind?</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Erneut eine SMS von Alice erhalten. Ich solle doch endlich das Portierungsformular ausgefüllt zurücksenden. Verwundert die Online-Beratung aktiviert:</p>
<blockquote><p><em><strong>Kunde:</strong> hallo,<br />
ich habe bereits zum zweiten mal eine sms bekommen, die mich bittet ein portierungsformular auszufüllen. ist dies denn nötig, wenn man weder nummer, noch sonst irgendetwas vom vorherigen anbieter (arcor) übernehmen möchte? und falls ja, wo finde ich das formular?<br />
&#8212;-<br />
<strong>Sie sprechen nun mit Jan Engelhardt</strong><br />
<strong>Jan Engelhardt:</strong> Guten Tag!<br />
<strong>Jan Engelhardt:</strong> Da wir keine Möglichkeit haben, Ihre Alice Kundendaten einzusehen, können wir Ihnen leider zu Ihrem Anliegen nicht weiterhelfen. Zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an unsere Hotline: 01805 56 56 (14 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz). Unsere Mitarbeiter dort sind 7 Tage die Woche rund um die Uhr für Sie erreichbar.<br />
<strong>Ihre Alice Online-Beratung</strong><br />
<strong>Ihr Gesprächspartner hat den Dialog verlassen</strong></em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Genervt die Hotline angerufen. Gleich zu Beginn erfahren, dass die voraussichtliche Wartezeit eine Minute betragen wird. Zufrieden nach vier Minuten und 56 Ct. aufgelegt. Wartezeit korrekt und Informationen ausreichend.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wieder kein Regen in Göttingen. In den letzten Jahren konnte man sich auf Regen in Göttingen so verlassen wie auf das Zölibat des Papstes. Zeiten und Klima ändern sich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Öfter mal abschalten</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/05/24/ofter-mal-abschalten/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 00:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[tv]]></category>
		<category><![CDATA[dvb-t]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sehe kaum noch fern. Warum? Vielleicht weil kein Fernseher in meinem Zimmer steht. Vielleicht auch, weil ich die Simpsons-Folgen mittlerweile mitsprechen kann. Ohne sie zu sehen. Wenn um kurz nach 18 Uhr im Wohnzimmer "The Simpsons" erklingt, weiß ich schon nach wenigen Sekunden, um welche Folge es geht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich sehe kaum noch fern. Warum? Vielleicht weil kein Fernseher in meinem Zimmer steht. Vielleicht auch, weil ich die Simpsons-Folgen mittlerweile mitsprechen kann. Ohne sie zu sehen. Wenn um kurz nach 18 Uhr im Wohnzimmer &#8220;The Simpsons&#8221; erklingt, weiß ich schon nach wenigen Sekunden, um welche Folge es geht. Es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel lispelnde Nachrichten-moderatorinnen, Fremdschäm-Soaps a la &#8220;Brit&#8221;, &#8220;Raus aus den Schulden&#8221; und &#8220;Date my Mum&#8221;, &#8220;DSDS&#8221; oder &#8220;Germany&#8217;s Next Topmodel&#8221;. Nicht zu vergessen die grandiose Jagd von Jumbo nach der längsten Currywurst, dem größten Hamburger oder dem besten Wiener Schnitzel Deutschlands. Warum sollte man da noch den Fernseher anmachen?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Natürlich gibt es Tage, da freut man sich auch über Tierdokumentationen, Wirtschaftsberichte, Klassik-Mitschnitte oder Formel-1-Rennen. Die fallen aber meistens auf einen Sonntag und sind Nebenprodukte langer Samstage.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Mittlerweile entscheide ich nach Rezensionen in Zeitungen oder im Internet, ob ich mir eine Sendung nachträglich ansehe. Gestern zum Beispiel schrieb <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,554985,00.html">Spiegel Online</a> über die letzte Schmidt-und-Pocher-Sendung. Am Anfang habe ich noch hin und wieder eingeschaltet, aber mit sinkendem Niveau sank auch meine Bereitschaft. Wenn ich nun jedoch lese, dass Schmidt seinen dilettantischen Partner immer häufiger auflaufen lässt und sich über ihn lustig macht, dann schaue ich doch mal wieder rein. Im Internet.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ob <a href="http://www.prosieben.de">ProSieben</a>, <a href="http://www.sat1.de">Sat1</a> oder neuerdings auch die ?ñffentlich-Rechtlichen, ob Tagesschau, TV Total oder Galileo &#8211; viele Sendungen finden sich bereits kurz nach der Ausstrahlung zum Download oder per Stream im Internet. Programme wie <a href="http://zattoo.com/de">Zattoo</a> oder <a href="http://www.joost.com/">Joost</a> verhelfen dem Fernsehen zu einer neuen Renaissance. Und der PC oder Laptop wird zum Multimedia-Spielzeug.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Allerdings ärgere ich mich dann doch über die Grenzen, die dem Fernsehempfang auf dem Rechner vor allem im Raum Göttingen gesetzt sind. Während eines Praktikums in Hamburg kaufte ich mir einen kleinen DVB-T-Empfänger für meinen Laptop. Über 20 Programme, inkl. ProSieben, Sat1, RTL und alle Öffentlich-Rechtlichen konnte ich damit empfangen. Seit meiner Rückkehr nach Göttingen liegt er nun in einer Schublade. DVB-T bedeutet hier nämlich noch Verzicht auf alles, was sich da Private schimpft.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Genug Aufregung für heute. Oliver Pocher versucht sich gerade an einer Oliver-Kahn-Parodie. Manchmal wünscht man sich, der gute <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lustig">Peter Lustig</a> würde auftauchen. &#8220;Abschalten&#8221; würde er wohl sagen. Nicht immer. Aber immer öfter.</p>
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		<title>Servus Indy, sagte ich leise</title>
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		<pubDate>Thu, 22 May 2008 01:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[movie]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[indiana jones]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>
		<category><![CDATA[ufo]]></category>

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		<description><![CDATA[Dumm, dadadumm, dadadumm, dadadumm..." - es gibt wohl kaum eine Filmmusik, die so bekannt ist wie die von Indiana Jones. Vielleicht Star Wars. Oder der weiße Hai. Ich muss es wissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">&#8220;Dumm, dadadumm, dadadumm, dadadumm&#8230;&#8221; &#8211; es gibt wohl kaum eine Filmmusik, die so bekannt ist wie die von Indiana Jones. Vielleicht Star Wars. Oder der weiße Hai. Ich muss es wissen. Auf meinem Regal finden sich neben anderen mehr als 80 CDs verschiedener Soundtracks. Und um es kurz zu machen: die Musik ist gut! John Williams hat natürlich auf altbekannte Melodien zurückgegriffen und ein paar neue Stücke hinzu arrangiert. Retten konnte dies den neuen Indiana-Jones-Film leider nicht.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Von Star Wars und Herr der Ringe einmal abgesehen gab es selten einen Film, auf den ich mich so gefreut habe, wie auf den neuen Indiana Jones. Untertitel: Das Königreich des Kristallschädels. Ähnlich wie Star Wars scheint dies jedoch eine hauptsächlich dem männlichen Geschlecht vorenthaltene Faszination für Abenteuer, Spaß und Spannung mit einem Hauch von Fantasie und Science Fiction zu sein, die Frauen kaum verstehen können oder nicht verstehen wollen. Sicher, vereinzelt hatten sich auch Frauen in den Kinosaal verirrt. Aber wen auch immer ich als Begleitung einlud, <del>der</del> die verwies mich auf den anstehenden Kinobesuch von Sex and the City oder darauf, dass <del>er</del> sie die ersten drei Teile nicht gesehen hätte.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Im Verhältnis 4:1 &#8211; mit Karten für die letzte Reihe ausgestattet &#8211; war es also heute soweit. Nach der üblichen Werbung und einem Hinweis auf die anstehenden Kinofilme (diesen Sommer regnet es Superhelden&#8230;) hieß es endlich wieder &#8220;Lucasfilm&#8221;.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><strong>[SPOILER]</strong><br />
Der Film beginnt mit einer etwa 20minütigen Einleitungssequenz in der Wüste von Nevada. Dort gibt es noch immer das Lager, in dem vor mehr als 20 Filmjahren einst die Bundeslade verstaut wurde. Hier trifft Indy (Henry Jones, junior) auf eine Reihe uniformierter Osteuropäer, die den Aufenthaltsort eines alten Artefaktes erfahren wollen, das Indiana vor zehn Jahren ausgegraben hatte. Dies entpuppt sich schließlich als ein magnetisches Alien in einem Metallsarg. Kling verrückt? Ist es auch. Auf der obligatorischen Flucht gelingt es dem immer noch recht rüstigen Harrison Ford, seine Verfolger abzuschütteln und in ein Bomben-Test-Dorf zu fliehen. Natürlich tickt der Countdown und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich in einem Kühlschrank zu verstecken (Indiana tiefgekühlt) und so die Bombe zu überleben.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Jetzt wird es konfus. Wegen seiner Begegnung mit dem KGB, soll Henry in der Universität seinen Hut nehmen. Der Dekan stellt sich jedoch vor ihn und kündigt seinerstatt. In seiner Ehre gekränkt, nimmt dieser jedoch sprichwörtlich seinen Hut und macht sich auf den Weg nach Leipzig, nur um bereits im Startbahnhof von einem Jungen namens Mutt (Shia LaBeouf) angehalten zu werden. Dieser erklärt ihm, dass seine Mutter entführt worden sei. Diese hätte ihm gesagt, dass nur Indiana den Kristallschädel finden und sie damit befreien könnte.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ein paar Schlägereien später befinden sich die beiden samt Motorrad auf dem Weg nach Peru, wo der Kristallschädel versteckt sein soll. Verfolgt werden sie dabei ständig von den anfangs genannten Osteuropäern. Auf einem gemütlichen Friedhof werden die beiden fündig. Die Freude ist jedoch nur kurz. Bereits am Ausgang werden sie vom KGB erwartet. Dieser verlangt von Indiana, den ursprünglichen Aufenthaltsort des Kristallschädels herauszufinden. Es kommt zum Wiedersehen mit einer alten Bekannten und schließlich erfahren die Zuschauer, wer der wahre Vater von Mutt ist.<br />
Relativ schnell wird der originale Aufenthaltsort ausgemacht. Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch den Dschungel neben dem Amazonas und auf dem Wasser desselben, findet sich die kleine Familie in einer Grabkammer voller Kristallskelette wieder. 13 an der Zahl, jedoch nur zwölf mit Köpfen. Bei der Wiedervereinigung kommen wundersamerweise alle KGB-Agenten um und nur Indiana und seine Freunde können sich retten. Das UFO mit den 13 Außerirdischen verschwindet derweil in einer Zwischengalaxie.<br />
Und am Ende wird geheiratet.<br />
<strong>[/SPOILER]</strong>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ja, ich bin enttäuscht. Vielleicht habe ich wie bei Star Wars &#8211; Episode 1 zu viel erwartet. Aber wenn George Lucas und Steven Spielberg nach vielen Jahren endlich wieder zusammenarbeiten, sollte man wenigstens ein wenig Anspruch erwarten. Vielleicht ist Anspruch der falsche Begriff. Spaß? Hintergrund? Oder Leichtigkeit?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">So traurig es klingen mag, heute wurde ein Held meiner Kindheit zu Grabe getragen. Oder vor den Traualtar geführt. Ich weiß nicht, was schlimmer ist&#8230;</p>
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