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	<title>uniwave &#187; Gedanken</title>
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		<title>Liebe Alice,</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 19:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technology]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[seit heute bist du also da. Viel zu lange habe ich auf dich warten müssen. Viel zu lange ohne dich leben müssen. Ich erinnere mich noch heute daran, wie ich zum ersten Mal Kontakt mit dir aufnahm. Als wäre es gestern gewesen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">seit heute bist du also da. Viel zu lange habe ich auf dich warten müssen. Viel zu lange ohne dich leben müssen. Ich erinnere mich noch heute daran, wie ich zum ersten Mal Kontakt mit dir aufnahm. Als wäre es gestern gewesen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich schrieb dir einen Brief. Per Internet. Eine Mail. Ich füllte ein Formular aus. Und bekam eine Antwort. Von dir. Schon hattest du mich gefangen. Der Aufforderung, mich endlich von meiner <a href="http://www.arcor.de">Ex</a> zu trennen, kam ich ohne Zögern nach. Ich schmiss sie aus dem Haus. Ich räumte auf. Nichts erinnert mehr an sie. Du sollst es schön bei mir haben.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Plötzlich brach der Kontakt ab. Lange Zeit gar nichts. Ich begann mir Sorgen zumachen. Ich rief dich an. Doch du warst nicht gut drauf. Du vertröstetest mich. Auf später. Auf einen anderen Tag, eine andere Woche.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Irgendwann kam ein Paket. Mit deinen Anziehsachen. Und einem Buch. Du hattest mir geschrieben, worauf ich achten müsse, wenn wir uns zum ersten Mal sehen würden. So vorausschauend von dir. Ich war versöhnt.<br />
Dann kam ein Brief. Es stand nicht viel drin. Ein Datum. Der Tag deiner Ankunft. Bei mir. In Göttingen. In meiner Wohnung. &#8220;Bitte seien Sie am 08.07.08 zuhause.&#8221;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich war zuhause. Es klingelte. Ein Mann stand vor mir. Verwundert blickten wir uns an. Er ließ mich kaum zu Wort kommen. Ein Schritt nach vorne, und er war an mir vorbei. Er wusste, wo er zu suchen hatte. Schon war er wieder gegangen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich machte Kaffee. Und plötzlich warst du da. Ich hatte dich gar nicht kommen gehört. Du standest vor mir. In deiner ganzen Schönheit. So schnell, so einfach. So unkompliziert. Aber mit deinen eigenen Ecken und Kanten. Wie hatte ich bloß so lange ohne dich leben können?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Seit heute sind wir nun also zusammen. Und dank deiner Anleitung werde ich immer wissen, welche Knöpfe ich drücken muss, um dich nicht wieder zu verlieren.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich liebe dich, <a href="http://alice.aol.de/">Alice</a>.
</p>
<p><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/alice.jpg" alt="Alice" /></p>
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		<title>WUMS &#8211; Werbung UMSonst</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 22:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[tv]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<category><![CDATA[McDonalds]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Pro Sieben]]></category>
		<category><![CDATA[The Simpsons]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den ersten Blick lustig und harmlos erscheinen Aktionen à la "Sturm auf McDonalds", wie sie neuerdings in verschiedenen Großstädten abgehalten werden. Über das Internet und Mundpropaganda verabreden sich bis zu 500 Menschen meist jüngeren Alters zur "größten Massenbestellung bei McDonalds".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auf den ersten Blick lustig und harmlos erscheinen Aktionen à la <a href="http://www.mcdonaldssturm.de/">&#8220;Sturm auf McDonalds&#8221;</a>, wie sie neuerdings in verschiedenen Großstädten abgehalten werden. </p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Über das Internet und Mundpropaganda verabreden sich bis zu 500 Menschen meist jüngeren Alters zur &#8220;größten Massenbestellung bei McDonalds&#8221;. Was vor dem Hintergrund begann die Leistungsfähigkeit der <a href="http://www.mcdonalds.de">McDonalds</a>-Mitarbeiter und vor allem die Größe ihres Lagers auszutesten, entwickelte sich bald zu einem Wettstreit zahlreicher deutscher (Groß)Städte. Am 31. März fand in Berlin der letzte zweifelhafte Rekordversuch statt. Nachdem Ibbenbüren die Latte mit 2.572 Burgern relativ hochgelegt hatte, gingen in der Filiale am Berliner Hauptbahnhof letztendlich 2.581 Fleischbrötchen über die Theke. Zulässig waren nur die sog. 1-Eur-Hamburger, bestehend aus Chicken-, Cheese- und einfachem Hamburger. Insgesamt knapp 2 Stunden benötigten die Angestellten, um den hungrigen Mob zu befriedigen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Heute Abend hat <a href="http://www.prosieben.de">ProSieben</a> in seiner Pseudo-Wissenschaftssendung Galileo über das <a href="http://www.prosieben.de/wissen/galileo/themen/aktuell/">Spektakel berichtet.</a> Hätte ich es sonst bemerkt? Wahrscheinlich nicht. Warum ich sowas überhaupt sehe? Geschicktes Placement direkt nach den Simpsons. Vom Donut-King zum Burger-King. Was in Amerika funktioniert, scheint auch hier manchmal erfolgreich zu sein.<br />
So spontan, wie ProSieben und die Organisatoren &#8211; drei pickelige Bleichgesichter in schwarzen T-Shirts mit &#8220;Sturm auf McDonalds&#8221;-Aufdrucken versehen &#8211; uns vermitteln wollten, kann die ganze Aktion jedoch nicht gewesen sein. So waren die Kameras bereits vor der Entscheidung, welche Filiale &#8220;angegriffen&#8221; werden soll, vor Ort und auch bei der Organisation des Events ließ man sich gerne über die Schulter filmen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Kein Wunder also, dass McDonalds nicht die Burger ausgingen, dass der Rekord geknackt wurde und dass man am Ende sogar großzügig auf <a href="http://www.restaurant-kritik.de/blog/2007/04/04/update-mcdonalds-sturm-berlin-holt-den-rekord-mit-2581-bestellten-burgern/">die fehlenden 200 EUR verzichtete.</a> Dafür gab es schließlich jede Menge Publicity und freie Werbezeit zur Primetime in Deutschlands liebstem Fernsehzimmer.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich finde es problematisch, wie rücksichtslos gerade ProSieben seit einiger Zeit versucht, Werbung als Wissenschaft zu verkaufen. Solange es jedoch Menschen gibt, die sich den Mist ansehen und ggf. auch noch als Podcast auf den MP3-Spieler ziehen, wird wohl auch der nächste Rekordversuch beim &#8220;Sturm auf den 99-Cent-Laden&#8221; erfolgreich Quote und Umsatz bringen.</p>
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		<title>Von Grabsteinen und dicken Händen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2007 17:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[iPod]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnfrei]]></category>
		<category><![CDATA[Thoughts]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine linke Hand war angeschwollen als ich heute Morgen aufwachte. Nachdem ich diese Tatsache zuerst mit meinem gleichzeitig auftretenden Kater entschuldigen wollte, kamen mir beim Zähneputzen dann doch erste Zweifel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Meine linke Hand war angeschwollen als ich heute Morgen aufwachte. Nachdem ich diese Tatsache zuerst mit meinem gleichzeitig auftretenden Kater entschuldigen wollte, kamen mir beim Zähneputzen dann doch erste Zweifel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Die Finger ließen sich nicht mehr richtig schließen, weswegen das meiste Wasser zum Nachspülen im Waschbecken statt im Mund landete. Dann fiel mir ein, dass ich in der Nacht zuvor aufgewacht war, weil genau diese Hand unglaublich gejuckt hatte. Da meine Hausapotheke seit dem Umzug aus einer Mediziner-WG rein in ein geisteswissenschaftliches Zufriedenheitshort über Aspirin, Nivea und Sinupret nicht hinausgeht, beschloss ich, meinen Hausarzt aufzusuchen. Schlecht bloß, wenn man so etwas noch gar nicht in Göttingen hat und dann auch noch der Wochentag die Sache verkompliziert.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Heute ist Sonntag. Sonntags machen alle Ärzte blau. Und die, die für mich und dich ihr Wochenende opfern, werden namentlich in Zeitungen erwähnt, die bereits vor Wochen erschienen. Es half also nichts. Ein Blick ins <a target="_blank" title="Notdienst" href="http://www.goettingen.de/service/notdienst/index.htm">Internet </a>und ich wusste, wer mir heute mein Leben bzw. meine Hand retten durfte.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">In der Notfallambulanz angekommen, fragte mich die nette Arzthelferin hinter der Theke gleich nach dem Grund meines Erscheinens sowie meiner Krankenkassenkarte. Als Antwort hielt ich ihr meine beiden Hände vors Gesicht, ließ sie vergleichen, und sagte diese berühmte Zauberformel: &#8220;Privat versichert.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">Doch wo ich mit einem herunterfallenden Transparent mit der Aufschrift &#8220;Willkommen, lieber Privat-Patient&#8221;, Konfetti-Regen, orchestraler Musik und 20 singenden hübschen Schwestern in weißen Minikostümen sowie einem Einzelzimmer mit Blick auf die Leine gerechnet hatte, erhielt ich nur einen Zettel zur Unterschrift sowie die Aufforderung, im Wartezimmer Platz zu nehmen. Selbst die Familie mit dem weinenden Kleinkind (ein neuer Zahn war durchgekommen) wurde nicht aus der Tür geschmissen &#8211; ich musste fast 15 Minuten warten.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Bei <a target="_blank" href="http://www.mcdonalds.de">McDonalds</a> bekommt man in solchen Fällen immerhin einen Umsonst-Cappuccino. (Erinnerung: Nachlesen, wer von bevorzugter Behandlung von Privatpatienten gesprochen hatte) Als die diensthabende Ärztin dann endlich Zeit für mich hatte, erzählte ich ihr meine Geschichte, sie machte sich ihre Notizen und ließ anschließend meine Leukozyten messen. Muss wohl alles in Ordnung gewesen sein, denn als sie wenig später wieder ins Zimmer kam, verschrieb sie mir ein <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antiallergikum">Antiallergikum</a> und sagte, ich solle die Hand die nächsten Tage kühlen. Damit konnte ich gleich anfangen, denn die beiden Apotheken, die an diesem Sonntag Notdienst hatten, befinden sich in den äußersten Ecken Göttingens. Ich hatte die Wahl zwischen länger, dafür flach und kürzer, dafür bergig. Meine Wahl fiel auf Ersteres und die Petri-Apotheke in Grone.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ausgestattet mit einer ungefähren Wegbeschreibung der Arzthelferin und dankenswerterweise mit meinem <a target="_blank" href="http://www.uniwave.de/log/www.apple.com/ipod">iPod</a>, trat ich gehandicapt die zweite Etappe meiner <span style="font-style: italic">Tour der Leiden</span> an. Nach weiteren 20 Minuten und einer telefonischen Wegbeschreibung stand ich schließlich vor der Eingangstür der Apotheke. Ein Klingeln, und neben meinem Kopf ging plötzlich eine Klappe auf. Der Herr Apotheker dahinter ließ mich zu der Erkenntnis gelangen: auch Apotheker tragen am Wochenende Schlabber-Look. Nach einer kurzen Schimpftirade auf die Schrift der Ärztin verschwand er in den Weiten seines Ladens und kam nach fünf Minuten mit dem Medikament zurück:</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">&#8220;Macht 25,79 EUR.&#8221;<br />
&#8220;Kann ich mit Karte bezahlen?&#8221;<br />
&#8220;Nein, haben Sie kein Geld dabei?&#8221;<br />
&#8220;Doch, aber nur 15 EUR. Gibt es denn hier eine Sparkasse in der Nähe?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">So kurz vor dem Ziel musste ich erkennen: Krank sein ist erst der Anfang allen Übels.<br />
Also erneut auf mein Fahrrad und nach weiteren 10 Minuten stand ich mit ausreichend Geld ausgestattet erneut vor dem netten Herren in der Jogginghose:</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">&#8220;Das war nicht gegen Sie persönlich gerichtet. Aber wenn ich hier an einem Sonntag meinen Laden aufmache, dann laufen sie gleich alle hier auf und ich bekomm ihn nicht mehr zu.&#8221;<br />
<span style="text-decoration: line-through">Kommentar gestrichen.</span><br />
&#8220;Schönen Tag noch.&#8221;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">Zwei Stunden nachdem ich von zuhause losgefahren war, hatte ich endlich meine Medizin und konnte mich auf den Heimweg machen. Jetzt erst fiel mir auf, wie passend die Geschäfte der Groner Landstraße an diesem Sonntag angerichtet waren. Beim ersten Grabsteingeschäft fand ich es noch amüsant, mir Werbebotschaften für das Unternehmen auszudenken:</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">&#8220;Greis ist geil.&#8221;<br />
&#8220;Lebst du noch oder stirbst du schon?&#8221;<br />
&#8220;Müller Grabsteine &#8211; Quadratisch, praktisch, gut!&#8221;<br />
&#8220;Mein Haus, mein Boot, mein Grabstein.&#8221;<br />
&#8220;Müller Grabsteine &#8211; jetzt auch mit iPod-Connector.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" class="MsoNormal">Nachdem ich jedoch noch an einem weitere &#8220;Naturstein-Handel&#8221; und einem richtigen Friedhof (dieses Wort ist längst nicht mehr zeitgemäß) vorbeigeradelt war, machten all die Querelen der letzten Stunden plötzlich Sinn: unser Gesundheitssystem möchte gar nicht, dass wir wieder gesund werden.<br />
Eine 90jährige Oma wäre an diesem Tag wohl kaum über den ersten Grabsteinladen hinausgekommen.</p>
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