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	<title>uniwave &#187; fußball</title>
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		<title>Glückwunsch nach Spanien</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 22:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<category><![CDATA[finale]]></category>
		<category><![CDATA[fußball]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist vorbei. Statt freiem Arbeitstag in Deutschland gibt es morgen día libre en España! Statt Freibier cerveza sin pagar. Statt miesem Fußball aus Deutschland gewinnt el fútbol lindo del equipo español. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Es ist vorbei. Statt freiem Arbeitstag in Deutschland gibt es morgen día libre en España! Statt Freibier cerveza sin pagar. Statt miesem Fußball aus Deutschland gewinnt el fútbol lindo del equipo español.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Als hätten wir es nicht gewusst. Ins Finale gestolpert. Gegen die Türkei fast ausgeschieden. Mit Spielern, die in der letzten Saison bei ihren Vereinen mehr Zeit auf der Bank als auf dem Spielfeld verbracht haben. Gegen Spanien. Mit Real Madrid und Barcelona. Seit 20 Spielen ungeschlagen. Alle Spiele der Europameisterschaft bisher gewonnen. Ins Finale gestürmt.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Von Anfang an hinkte die deutsche Nationalmannschaft dem Gegner hinterher. Wo war Ballack? Wo war Podolski? Wo war das gefürchtete Flügelspiel mit Flanken auf die überlegenen &#8211; weil größeren &#8211; deutschen Spieler? Zwar spielte die deutsche Mannschaft besser als gegen die Türkei, doch an das Niveau des Portugalspiels kamen weder Lahm noch Schweinsteiger je heran. Seltsam eigentlich, dass es am Ende nur Eins zu Null stand.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen hatten die Zuschauer den Glauben an die Mannschaft schon lange vor Spielende verloren. Es fehlte der sonst bei den Gegnern so gefürchtete deutsche Wille zum Erfolg. Ein Treffer lag nie in der Luft. Nie schien das Unmögliche noch möglich zu sein.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Deswegen bin ich auch nicht traurig. Ein Fünf zu Sechs im Elfmeterschießen bei ausgeglichenem Spiel wäre schlimmer gewesen. Ich erinnere nur ungern an das Champions-League-Finale von 1999. Als Bayern München in den letzten Minuten zwei Tore kassierte und Manchester United den Titel gewann.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Diesmal war es anders. Spanien war die bessere Mannschaft. Das konnte jeder sehen. Sie spielten schneller, genauer und spielfreudiger als die Deutschen. Und können sich Morgen zurecht als würdige Gewinner in ihrer Heimat feiern lassen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ein Trost für die Verlierer bleibt. Nach Platz 3 bei der letzten Weltmeisterschaft und Platz 2 im diesen Jahr, steht gemäß des Gesetzes der Serie bei der WM 2010 in Afrika der Gewinner schon fest.</p>
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		<title>Die Gefahr des nächsten Mittwochs</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/06/21/die-gefahr-des-nachsten-mittwochs/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 22:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[fußball]]></category>
		<category><![CDATA[türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist tatsächlich passiert. Nach Deutschland zieht die Türkei ins Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 ein. Am nächsten Mittwoch kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. Die einen haben es gehofft, die anderen befürchtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Es ist tatsächlich passiert. Nach Deutschland zieht die Türkei ins Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 ein. Am nächsten Mittwoch kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. Die einen haben es gehofft, die anderen befürchtet.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Eines lässt sich nicht von der Hand weisen. War der Einzug der Deutschen gestern mehr oder weniger verdient, so kann sich die türkische Mannschaft bei ihrem Torhüter und der Tatsache bedanken, dass die Kroaten am eigenen Unvermögen gescheitert sind. Sollte die deutsche Mannschaft am kommenden Mittwoch ähnlich stark spielen wie gegen Portugal, so muss sich die Türkei etwas einfallen lassen. Leicht wird es jedenfalls nicht.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Im Jubeln und Autokorsen stehen die Türken zumindest in Göttingen den Deutschen in nichts nach. Vor meinem Haus hat sich kurz nach dem Abpfiff eine kleine Kapelle niedergelassen, die türkische Musik zum besten gibt. Auch das Hupkonzert klingt durch die Nacht. Zwar etwas verspätet gestartet, aber vielleicht hatte der ein oder andere nach dem eins zu null für Kroatien eine Minute vor Ende der Verlängerung bereits den Fernseher ausgeschaltet.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auf die Polizei kommt am kommenden Mittwoch entweder ein sehr entspannter, oder ein außergewöhlich anstrengender Arbeitstag zu. Neben den deutschen werden diesmal auch die türkischen Fans zu den Fanmeilen und Public-Viewing-Arealen pilgern. Und sicherlich wird es zu Reibereien kommen. Das ist wohl nicht zu vermeiden. Viel zu lange wartet Deutschland schon auf einen Sieg bei einem großen Turnier und viel zu lange dümpelt der türkische Fußball im europäischen Mittelmaß. Für beide Mannschaften steht viel auf dem Spiel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auch die Presse wird eine nicht ganz unwichtige Rolle auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander am Fußballabend spielen. Es bietet sich geradezu an, das Verhältnis von Deutschen und in Deutschland lebenden Türken erneut zu thematisieren und ein gegenseitiges Hassbild zu erzeugen. Hier müssen sich die Autoren und Redakteure verdeutlichen, wie gefährlich jedes unbedachte Wort sein kann. Schließlich bilden Türken in Deutschland längst keine Randgruppe mehr, sondern sind zu einem festen Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Und das ist auch gut so.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/bild.jpg" alt="Vorsicht: Presse" /><br />
<em>Quelle: Screenshot <a href="http://www.bild.de/">Bild.de</a> vom 21.06.2008</em>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">So verwundert es auch nicht, dass nach dem Spiel viele türkische Spieler ihre Interviews auf deutsch führen konnten. Viele von ihnen sind in Deutschland geboren, spielen seit Jahren in deutschen Vereinen und fühlen sich hier ebenso zuhause, wie in ihrem Heimatland.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Der Sieg der Deutschen gegen Portugal war umso schöner, als dass er unerwartet kam. Das Spiel hat für die schlechten Auftritte der Vorrunde entschädigt. Was jetzt noch kommt ist Zugabe. Daher sollten wir es &#8211; gleich wie das Spiel am Mittwoch ausgeht &#8211; wie im Sommer 2006 halten. Damals gesellten sich die türkischen Fans nach dem Ausscheiden der eigenen Mannschaft zu den deutschen. Feierten mit, feuerten an &#8211; als ob es die eigene Mannschaft wäre. Wenn man sich diese Tatsache vergegenwärtigt, dann kann man dem nächsten Mittwoch gelassen entgegen sehen. Sowohl auf deutscher, als auch auf türkischer und vor allem auf polizeilicher Seite.</p>
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		<title>Als Micky Maus ihre Unschuld verlor</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/06/09/als-micky-maus-ihre-unschuld-verlor/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 14:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[fußball]]></category>
		<category><![CDATA[lustiges taschenbuch]]></category>
		<category><![CDATA[micky maus]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Kind habe ich mich jede Woche auf die Micky Maus gefreut. Zwar war ich nicht so privilegiert, sie als Abo per Post zu bekommen, aber über den Umweg Supermarkt schaffte sie es recht regelmäßig bis zu mir nach Hause. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Als Kind habe ich mich jede Woche auf die <a href="http://www.micky-maus.de/">Micky Maus</a> gefreut. Zwar war ich nicht so privilegiert, sie als Abo per Post zu bekommen, aber über den Umweg Supermarkt schaffte sie es recht regelmäßig bis zu mir nach Hause. Dann ließ ich Schulaufgaben Schulaufgaben sein, das Essen auf dem Tisch wurde kalt und ich las mich durch die neusten Abenteuer von Micky, Donald und den Panzerknackern.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Die Hefte damals kosteten um die 2,50 DM. Die <a href="http://www.lustiges-taschenbuch.de/">Lustigen Taschenbücher</a>, also ein Buch voller Disney-Geschichten, bekam man für 6,50 DM. Die Preise haben sich seit damals leicht verändert. Die Hefte kosten heute 3,50 EUR, die Bücher 4,70 EUR. Das sind ordentliche Preiserhöhungen. Zumal, wenn man den Verfall der Qualität berücksichtigt. Wo die Geschichten in den Lustigen Taschenbüchern bezüglich Zeichnung und Handlung noch vergleichbar mit älteren Ausgaben sind, hat das Heft seinen Charme verloren.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ausgabe 23 vom 2. Juni 2008 wirbt auf der Titelseite mit <a href="http://www.michael-ballack.com/">Michael Ballack</a>. Davor die Ente Donald. Ebenfalls im Fußballtrikot. Ein kurzer Hinweis auf den Europameisterschafts-Teamcheck im Heft und schließlich das Super-Extra: ein Fußball-<em>Game</em> mit Super <em>Sound</em> und vielen Level. &#8220;Hau die Bälle rein und werde Torjäger.&#8221; Aus Agentenausweisen, Sammelkarten und Postern sind Computerspiele und Game-Boy-Verschnitte geworden. Aus Micky Maus wurde eine billige YPS-Kopie.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Schlägt man die ersten Seiten auf, so erfährt man, was einen in diesem Heft noch erwartet. Auf 68 Seiten finden sich sechs mehr oder weniger kurze Geschichten. Den Anfang machen Tick, Trick und Track auf der Suche nach dem Entenhausener Fußball-Idol Basti Steinschweiger (<em>Wo ist Basti?</em>). Der ist seit einem Eigentor spurlos verschwunden und alle hoffen, dass er zum Spiel in Klagenfurt rechtzeitig wieder auftaucht. Auch die Namen der anderen Personen in der Geschichte haben seltsame Ähnlichkeit mit deutschen Fußballpersönlichkeiten. Sportlehrer Breitler erinnert stark an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Breitner">Paul Breitner</a> und Quälix Mackert soll wohl eine Anspielung auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Magath">Felix &#8220;Quälix&#8221; Magath</a> sein.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Am Ende stellt sich heraus, dass Basti nur untergetaucht war, weil er seine stinkende Glückssocke verloren hatte. Tick, Trick und Track haben diese mittlerweile gefunden (&#8221;Die? Riecht eher nach Schwein<del>steiger</del>.&#8221;) und so steht einer erfolgreichen Rückkehr auf den Fußballplatz nichts mehr im Wege.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Die Geschichte ist nicht nur ausgesprochen platt, sie bedient auch noch reihenweise Stereotype. Unfähige Polizei, quälende Sportlehrer und tratschende Sekretärinnen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><a rel="lightbox[comic]" href="http://www.uniwave.de/images/blog/normal/sek.png" rel="lightbox[118]"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/small/seks.png" /></a>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Es folgen eine Witzeseite (&#8221;Warum stinken Kühe?&#8221; &#8220;Weil sie den ganzen Tag mit dem Bauern zusammen sind!&#8221;), Werbung für das König-der-Löwen-Musical, ein Hinweis auf den Weltumwelttag und die Donald-Duck-Geschichte &#8220;Auf den Hund gekommen&#8221;. Hier soll Donald für seine Freundin Daisy auf ein paar Hunde aufpassen. Die stellen sich als aggressiver heraus als zuerst angenommen. Nach zahlreichen Schwierigkeiten erfährt Donald, dass sie mit einer Puppe im Matrosenanzug auf Verteidigung abgerichtet wurden. Er wechselt die Kleidung und wir haben ein Happy End.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Der Klassik-Comic aus dem Jahr 1932 mit Micky Maus und Pluto als Honigdieben ist der einzige Lichtblick in diesem Heft. Hier sind die Wortspiele noch charmant und die klassische Zeichenart wird gerne hingenommen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><a rel="lightbox[comic]" href="http://www.uniwave.de/images/blog/normal/biene.png" rel="lightbox[118]"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/small/bienes.png" /></a>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ein großes Spezial zur <a href="http://de.euro2008.uefa.com/">EURO 2008</a> bildet die achtseitige ?úberleitung zur Fortsetzungsgeschichte &#8220;Das Amulett des Frauequotl&#8221;. Fragwürdiger Höhepunkt: Micky Maus küsst fremd. <a href="http://www.bravo.de/online/render.php?render=000009">Dr. Sommer</a> ist auch bei Disney angekommen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><a rel="lightbox[comic]" href="http://www.uniwave.de/images/blog/normal/kuss.png" rel="lightbox[118]"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/small/kusss.png" /></a>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auf Tippspiel, Spielrezensionen, Gewinnspiele und noch mehr König der Löwen folgt der Wunschcomic Goofy &#8220;Kleiner&#8221;. Leserbriefe, noch mehr Witze, ein Rätselcomic mit Auflösung im nächsten Heft, ein erster Blick auf die nächste Ausgabe und schließlich der Enten-Kurier beenden die dieswöchige Tortour.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Zugegeben. <a href="http://www.pressefreiheit.ws/">Bezahlt habe ich für diese Ausgabe nicht.</a> Vielleicht liegt es daran. Vielleicht bin ich mittlerweile zu alt. Vielleicht gibt es noch andere Gründe. Aber in seiner derzeitigen Form ist das Micky-Maus-Heft genau das, als das es meine Mutter früher immer bezeichnet hat. &#8220;Schundliteratur&#8221; durfte ich mir jedesmal anhören, wenn ich mein Taschengeld wieder für spannende Geschichten aus Entenhausen und Umgebung ausgegeben hatte. Und so hat sie wohl recht behalten. Schade.</p>
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