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	<title>uniwave &#187; deutschland</title>
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		<title>Das Problem mit den Serien</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 01:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[amerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Serien. Jeder kennt sie, jeder sieht sie, jeder vergisst sie. Oder aber nicht. Dann werden DVD-Boxen gekauft oder der iTunes-Movie-Store bemüht. An meine erste Serie kann ich mich heute nicht mehr erinnern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Serien. Jeder kennt sie, jeder sieht sie, jeder vergisst sie. Oder aber nicht. Dann werden DVD-Boxen gekauft oder der iTunes-Movie-Store bemüht.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">An meine erste Serie kann ich mich heute nicht mehr erinnern. An <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lindenstraße">Lindenstraße</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verbotene_Liebe">Verbotene Liebe</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marienhof">Marienhof</a> bin ich weiträumig herumpubertiert. Wenn am Morgen in der Schule über die letzten Morde, Affären und geplatzten Hochzeiten gesprochen wurde, dann hab ich noch schnell die Geschichtshausaufgaben abgeschrieben. Erstaunlicherweise waren damals nicht nur Frauen unter den Zuschauern. Aber mehr als 90 Prozent waren es dann doch.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auch für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tatort_(Fernsehreihe)">Tatort</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Großstadtrevier">Großstadtrevier</a>, ganz zu schweigen vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Traumschiff">Traumschiff</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Forsthaus_Falkenau">Forsthaus Falkenau</a>, habe ich mich nie interessiert. Richtige Spielfilme oder kurze Fortsetzungsreihen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Timm_Thaler#Verfilmungen">Timm Thaler</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fantaghiro">Fantaghiro</a> waren da schon spannender.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wann es mich also erwischt hat, kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Eines Tages kam Tele5 mit den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gummibears">Gummibären</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bravestarr">Marshall Bravestarr</a>r, wenig später die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Simpsons">Simpsons</a> und irgendwann war ich mitten drin.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/King_of_Queens">King of Queens</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Friends">Friends</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Spin_City">Spin City</a>. Mit Comedy fing alles an. Das Gute an diesen Serien war, dass man getrost ein paar Folgen verpassen konnte. Ob nun ein Woche, einen Monat oder ein Jahr später &#8211; zurückzukommen war immer sehr einfach. Das lag mit daran, dass die Hauptcharaktere nie bzw. kaum gewechselt haben und auch die Rahmenhandlung immer recht überschaubar blieb.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Von Comedy ging es dann eines Tages weiter zu Action und Spannung mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/X_files">Akte X</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Knight_Rider">Knight Rider</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alias_(TV_series)">Alias</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lost_(TV_series)">Lost</a>.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich weiß, dass es noch einige große Lücken gibt. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/24_(TV_series)">24</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Heroes_(TV_series)">Heroes</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prisonbreak">Prison Break</a> habe ich noch nicht gesehen. Auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Twin_Peaks">Twin Peaks</a> fehlt mir noch. Und genau hier liegt das Problem bei Serien: sie laufen immer weiter! Und es werden immer mehr!
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Vor ca. einem Monat hat in Amerika die <em>Herbst-Saison</em> begonnen. Alle großen Sender versuchen neue Folgen ihrer Serien an den Zuschauer und die Zuschauerin zu bringen. Natürlich zur Prime-Time. Denn nur hier lässt sich wirklich Geld verdienen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Viele gute Serien, die in Amerika laufen, schaffen es niemals nach Europa oder Deutschland. Gott sei Dank, möchte ich sagen. Wenn alle diese Serien eines Tages tatsächlich <em>synchronisiert</em> (übrigens mein Vorschlag zum Unwort des Jahres) im deutschen Fernsehen laufen sollten, können die Kinos auch gleich schließen und die Rundfunkanstalten ihre Arbeit einstellen. Denn schon heute ist es problematisch, die vielen Serien kundenfreundlich zu senden. Viel zu groß ist das Angebot, viel zu wenig sieht der Standarddeutsche &#8211; zumindest momentan &#8211; noch TV.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Und dann gibt es da noch das Problem mit der Ausstrahlungsverzögerung. Eine Folge, die in Amerika heute auf ABC oder CBS läuft, wird in Deutschland erst viele Monate später ausgestrahlt. Obwohl sie in den USA bereits wenige Stunden nachdem sie über den Bildschirm lief im Internet verbreitet wird. Sowohl von den Sendern selbst (für Festpreise oder werbefinanziert) oder über hunderte und tausende von Blogs und Newsseiten, die die neusten Folgen per Stream oder zum Download anbieten. Umsonst. Selbstverständlich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wer sich also in Deutschland für eine Serie interessiert, wird auf das Internet ausweichen. Und später als Zuschauer fehlen. Weshalb Pro7, Sat1 oder RTL die Serie wegen schlechter Zuschauerzahlen absetzt oder ins Nachtprogramm verbannt. Ein Teufelskreis, der erst noch durchbrochen werden will.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ursprünglich wollte ich in diesem Eintrag über eine meiner All-Time-Favorit-Serien bloggen: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nip/Tuck">Nip/Tuck</a>. </p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Die fünfte Staffel ist gerade auf DVD erschienen (bevor sie im frei empfangbaren TV lief) und noch genauso böse und grausam wie am Anfang. Nun werd ich mir dies bis zum nächsten Mal aufheben. Nur soviel sei verraten: <a href="http://www.ex-dieserie.at/?t=actors&#038;a=gwendolin">Walt Disney würde sich im Grabe umdrehen&#8230;</a>
</p>
<p><em>Foto: © 2008 ABC</em></p>
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		<title>Trinkgeld &#8211; Geiz ist geil?</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/06/25/trinkgeld-geiz-ist-geil/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 23:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Money]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[tabu]]></category>
		<category><![CDATA[trinkgeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Zehn Prozent der Rechnung. So lautet seit vielen Jahren die Formel für erfolgreiches Trinkgeldgeben. Wer mehr gibt, bekommt vielleicht ein zusätzliches Lächeln der Kellnerin oder des Kellners geschenkt. Wer weniger gibt, gilt als Geizkragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Zehn Prozent der Rechnung. So lautet seit vielen Jahren die Formel für erfolgreiches Trinkgeldgeben. Wer mehr gibt, bekommt vielleicht ein zusätzliches Lächeln der Kellnerin oder des Kellners geschenkt. Wer weniger gibt, gilt als Geizkragen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Trinkgeldgeben ist in unserer Gesellschaft ein ähnliches Tabuthema wie Händewaschen nach dem Toilettengang. Es betrifft uns alle, doch geredet wird darüber fast nie. Warum eigentlich?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">In anderen Ländern ist das Trinkgeld bereits in der Rechnung inbegriffen. In Deutschland muss man sich auf die Kopfrechenleistung der zahlenden Kunden verlassen. Und da können ganz unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Wie in den Matheklausuren zu Schulzeiten. Kein Wunder also, dass ein Gast 5,55 EUR auf 6 EUR (9,1 Prozent) aufrundet, während der andere aus 23,50 EUR 25 EUR macht (6,4 Prozent). Zwar klingen 45 Cent tatsächlich nach weniger als 1,50 EUR, prozentual kommt der Kellner oder die Kellnerin im ersteren Fall jedoch auf mehr Trinkgeld. Entscheidend ist also die Höhe des Rechnungsbetrages.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Warum wird dann immer so ein Geheimnis aus dem tatsächlich gezahlten Trinkgeld gemacht? Meist ist und isst man ja mit Freunden zusammen. Am Ende wird die Rechnung a) zusammen oder b) getrennt bezahlt. Bei Fall A ist es jedoch relevant, ob die Summe von allen zusammengelegt wird, oder ob nur eine Person am Tisch bezahlt. In letzterem Fall muss sich der Gastgeber großzügig zeigen. Er will vor seinen Freunden nicht das Gesicht verlieren. Zahlt im Zweifel mit <del>Firmen</del>Kreditkarte und gibt ordentlich Trinkgeld. Wird jedoch zusammengelegt, so ist das Chaos meist sehr groß. Es wird versucht herauszurechnen, wer wieviel wovon gegessen hat. Am Ende stimmt zwar der Betrag, an Trinkgeld hat jedoch niemand gedacht. Der Super-GAU für jeden Gastronomiemitarbeiter.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wird getrennt bezahlt (Fall B), dann müssten die Kellner von jedem Gast etwa zehn Prozent erwarten können. Hier kommt es nun zum Gemauschel. Jeder ist so damit beschäftigt, sein eigenes Trinkgeld zu berechnen, dass den anderen Anwesenden und ihrer Freizügigkeit keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es ist immer jemand dabei, der in solchen Situationen gar kein oder viel zu wenig Trinkgeld gibt. Und die Rechnung geht meistens auf. Außer Kellnerin oder Kellner kann niemand nachweisen, ob sich die gezahlten 5 EUR aus 4,88 EUR und 12 Cent Trinkgeld oder 3,60 EUR und 1,40 EUR Trinkgeld zusammensetzten. Der Satz &#8220;Stimmt so!&#8221; wird in jedem Fall gebracht. Ob es nun stimmt, oder nicht.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich gebe Trinkgeld. Immer. Und nein, ich rechne nicht ständig nach. So kann es passieren, dass an einem Abend nur acht Prozent, an einem anderen jedoch 12 Prozent gegeben werden. Mich stört das nicht. Ich glaube fest daran, dass es in solchen Momenten mindestens eine andere Person gibt, die genau wie ich nicht nachrechnet. Gemeinsam geben wir an einem Abend dann also sieben und 13 Prozent. Auch wenn wir uns nicht kennen. Damit kann ich leben, damit kann die andere Person leben und damit kann hoffentlich auch der Kellner oder die Kellnerin leben.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Dann bleibt da bloß noch eine Frage offen: Hände gewaschen?</p>
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		<title>Die Gefahr des nächsten Mittwochs</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/06/21/die-gefahr-des-nachsten-mittwochs/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 22:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[fußball]]></category>
		<category><![CDATA[türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist tatsächlich passiert. Nach Deutschland zieht die Türkei ins Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 ein. Am nächsten Mittwoch kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. Die einen haben es gehofft, die anderen befürchtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Es ist tatsächlich passiert. Nach Deutschland zieht die Türkei ins Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 ein. Am nächsten Mittwoch kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. Die einen haben es gehofft, die anderen befürchtet.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Eines lässt sich nicht von der Hand weisen. War der Einzug der Deutschen gestern mehr oder weniger verdient, so kann sich die türkische Mannschaft bei ihrem Torhüter und der Tatsache bedanken, dass die Kroaten am eigenen Unvermögen gescheitert sind. Sollte die deutsche Mannschaft am kommenden Mittwoch ähnlich stark spielen wie gegen Portugal, so muss sich die Türkei etwas einfallen lassen. Leicht wird es jedenfalls nicht.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Im Jubeln und Autokorsen stehen die Türken zumindest in Göttingen den Deutschen in nichts nach. Vor meinem Haus hat sich kurz nach dem Abpfiff eine kleine Kapelle niedergelassen, die türkische Musik zum besten gibt. Auch das Hupkonzert klingt durch die Nacht. Zwar etwas verspätet gestartet, aber vielleicht hatte der ein oder andere nach dem eins zu null für Kroatien eine Minute vor Ende der Verlängerung bereits den Fernseher ausgeschaltet.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auf die Polizei kommt am kommenden Mittwoch entweder ein sehr entspannter, oder ein außergewöhlich anstrengender Arbeitstag zu. Neben den deutschen werden diesmal auch die türkischen Fans zu den Fanmeilen und Public-Viewing-Arealen pilgern. Und sicherlich wird es zu Reibereien kommen. Das ist wohl nicht zu vermeiden. Viel zu lange wartet Deutschland schon auf einen Sieg bei einem großen Turnier und viel zu lange dümpelt der türkische Fußball im europäischen Mittelmaß. Für beide Mannschaften steht viel auf dem Spiel.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auch die Presse wird eine nicht ganz unwichtige Rolle auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander am Fußballabend spielen. Es bietet sich geradezu an, das Verhältnis von Deutschen und in Deutschland lebenden Türken erneut zu thematisieren und ein gegenseitiges Hassbild zu erzeugen. Hier müssen sich die Autoren und Redakteure verdeutlichen, wie gefährlich jedes unbedachte Wort sein kann. Schließlich bilden Türken in Deutschland längst keine Randgruppe mehr, sondern sind zu einem festen Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Und das ist auch gut so.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/bild.jpg" alt="Vorsicht: Presse" /><br />
<em>Quelle: Screenshot <a href="http://www.bild.de/">Bild.de</a> vom 21.06.2008</em>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">So verwundert es auch nicht, dass nach dem Spiel viele türkische Spieler ihre Interviews auf deutsch führen konnten. Viele von ihnen sind in Deutschland geboren, spielen seit Jahren in deutschen Vereinen und fühlen sich hier ebenso zuhause, wie in ihrem Heimatland.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Der Sieg der Deutschen gegen Portugal war umso schöner, als dass er unerwartet kam. Das Spiel hat für die schlechten Auftritte der Vorrunde entschädigt. Was jetzt noch kommt ist Zugabe. Daher sollten wir es &#8211; gleich wie das Spiel am Mittwoch ausgeht &#8211; wie im Sommer 2006 halten. Damals gesellten sich die türkischen Fans nach dem Ausscheiden der eigenen Mannschaft zu den deutschen. Feierten mit, feuerten an &#8211; als ob es die eigene Mannschaft wäre. Wenn man sich diese Tatsache vergegenwärtigt, dann kann man dem nächsten Mittwoch gelassen entgegen sehen. Sowohl auf deutscher, als auch auf türkischer und vor allem auf polizeilicher Seite.</p>
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		<title>Bauern an die Macht</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/06/04/bauern-an-die-macht/</link>
		<comments>http://www.uniwave.de/log/2008/06/04/bauern-an-die-macht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 19:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[milch]]></category>
		<category><![CDATA[streik]]></category>

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		<description><![CDATA[Soeben erreichte uns folgende Mitteilung von Horst Brümmer, dem Vorsitzenden der Milchbauervereinigung Deutschland:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Soeben erreichte uns folgende Mitteilung von Horst Brümmer, dem Vorsitzenden der Milchbauervereinigung Deutschland:</p>
<blockquote><p style="text-align: justify; line-height: 150%">Meine lieben Bauern und Bäuerinnen, liebe Kühe und Bullen, liebe Freunde und Freundinnen,</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">wir haben gewonnen! Mit der <a href="http://www.lidl.de/cps/rde/xchg/lidl_de">Lebensmittelkette Lidl</a> haben wir am heutigen Mittwoch unseren ersten großen Gegner in die Knie gezwungen. Und das wird erst der Anfang sein! Seit nunmehr zehn Tagen bestreiken wir erfolgreich die Molkereien. Kein Tropfen frischer Milch hat in dieser Zeit seinen Weg in die deutschen Kühlschränke gefunden. Auch verschenkt wurde nichts. Schließlich hätte die Milch aus notleidenden Ländern wie <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,552839,00.html">China</a> oder <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1974380/Birma_und_die_Katastrophe_nach_der_Katastrophe.html">Birma</a> reimportiert werden können.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Nein, stattdessen haben wir das einzig Sinnvolle gemacht: die Milch auf unsere Felder geschüttet. Vielleicht wachsen dort im Herbst schon die ersten Milchbäume. Ob man dann Tetrapacks oder Glasflaschen ernten kann, lässt sich momentan noch nicht sagen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auch haben wir in den letzten zehn Tagen alle viel Wasser im Haushalt sparen können. Unser schmutziges Geschirr haben wir in warmer Milch gewaschen, morgens eine Milchdusche frisch aus dem Euter genommen und zum Kochen öfter mal Sahne und Melkfett verwendet.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wie wir nun sehen können, hat sich unsere Mühe gelohnt! Der Lebensmitteldiscounter Lidl <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,557717,00.html">wird ab dem 9. Juni seine Preise für Milch und Butter anheben.</a> Für einen Liter Milch wird es 10 Ct und für ein Stück Butter 20 Ct mehr geben. Diese Preiserhöhung wird direkt uns Bauern zugute kommen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Doch mit dem Lidl-Ergebnis haben wir erst einen Etappensieg errungen! Weitere große Handelsketten müssen folgen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auch der Fernsehsender <a href="http://www.rtl.de">RTL</a> ist auf unsere Forderung nach einer täglichen Sendung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bauer_sucht_Frau">&#8220;Bauer sucht Frau&#8221;</a> und einem neuen Format namens &#8220;Wer wird Bauer?&#8221; noch nicht eingegangen. Es wird also weitergekämpft!
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Erst wenn das letzte Stück Butter gegessen, der letzte Milchfluss versiegt, die letzte Sahne geschlagen ist, werdet ihr feststellen, dass auch Käse aus Milch ist.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Milch zum Gruß, Euer Horst Brümmer.</p>
</blockquote>
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