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	<title>uniwave &#187; eljoergen</title>
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		<title>Daten, Daten, Daten</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 17:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inside]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie gut, dass es das Internet gibt. Und Google. Was täten wir bloß ohne Google, die alleswissende Suchmaschine? Das zweite Gehirn jedes Journalisten. Das Wissen 2.0. Und was täten wir ohne achtlos auf Server geladene Nutzerdaten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Wie gut, dass es das Internet gibt. Und <a href="http://www.google.com">Google</a>. Was täten wir bloß ohne Google, die alleswissende Suchmaschine? Das zweite Gehirn jedes Journalisten. Das Wissen 2.0. Und was täten wir ohne achtlos auf Server geladene Nutzerdaten? Was täten wir ohne <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,657142,00.html">Lidl</a>, <a href="http://www.welt.de/webwelt/article2562369/Telekom-gesteht-die-naechste-Riesen-Datenpanne.html">Telekom</a> oder <a href="http://www.coma2.com">coma2</a>?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Moment. coma2? Noch nie davon gehört? Richtig. Ich auch nicht. Bis heute. Beim Prokrastinieren bin ich über einen Suchmaschineneintrag gestolpert, wo meine komplette &#8211; zugegeben, längst veraltete &#8211; Adresse inkl. Telefonnummer einzusehen war. Aus dem Jahr 2000. Damals war ich wohl so leichtsinnig, und habe an einem Gewinnspiel anlässlich des Deutschen Filmpreises teilgenommen. Zu gewinnen gab es &#8211; laut <a href="http://coma2.com/clients/filmpreis/gewinnspiel/">coma2-Server</a> &#8211; einen Mercedes und zehn Jahresabos der Zeitschrift <a href="http://www.tvspielfilm.de/">TV Spielfilm</a>. Warum auch immer, ich habe damals mitgemacht. Und heute &#8211; neun Jahre später &#8211; finde ich meine und die Kontaktdaten von fast 1800 anderen Teilnehmern frei verfügbar im Internet. <a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:XUnLCA5i0KYJ:coma2.com/clients/filmpreis/gewinnspiel/namen/alles.txt&#038;cd=60&#038;hl=de&#038;ct=clnk&#038;gl=de">Über Google</a> (Cache).
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Bei coma2 hat man das wohl bereits gemerkt. Die txt-Datei ist nicht mehr verfügbar. Im Google-Cache sind die Daten jedoch alle noch abrufbar. Teilweise mit Handy-Nummer, immer aber mit Straße, Hausnummer, Wohnort und Email-Adresse. Auch dabei?</p>
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		<title>„Dann geht die Menschlichkeit flöten“</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 13:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inside]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Hubschrauber]]></category>
		<category><![CDATA[Luftrettung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hubschrauberpilot gilt als Traumberuf. Doch der Alltag der Besatzung des „Christoph 44“ ist nicht immer traumhaft. Ein Besuch bei der DRF Luftrettung in Göttingen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%" ><strong>Hubschrauberpilot gilt als Traumberuf. Doch der Alltag der Besatzung des „Christoph 44“ ist nicht immer traumhaft. Ein Besuch bei der DRF Luftrettung in Göttingen.</strong></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >In den Pfützen am Boden bilden sich erste kleine Wellen. Der sich in ihnen spiegelnde graue Himmel beginnt zu verschwimmen. Immer mehr Regentropfen werfen immer neue Kreise. Dann stören schwarze Lederschuhe ihre Bahnen. Ein Mann, komplett in Orange gekleidet, schreitet über den nassen Beton. Sein Name ist Frank-Michael Jaenke. Er steigt in einen Gabelstapler und zieht „Christoph 44“ aus seiner nächtlichen Behausung hinaus in den Regen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Jaenke ist 36 Jahre alt und Hubschrauberpilot. Ein stämmiger Mann mit kurzen schwarzen Haaren und frisch rasiert.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Unser Arbeitstag beginnt um 6.30 Uhr“, erklärt er, nachdem der Gabelstapler zurück in der Garage ist. „Schichtende ist bei Sonnenuntergang.“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Im Sommer arbeiten die Piloten vier Tage am Stück und haben anschließend vier Tage Pause. Im Winter, wenn die Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang viel kürzer ist, sind es sieben Tage Arbeit und sieben Tage Pause.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" ><a rel="lightbox" href="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi1.jpg" rel="lightbox[355]"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi1kl.jpg" /></a>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Das Privatleben leidet natürlich. Wenn die Freundin nicht an solch einen Lebensrhythmus gewöhnt ist, kommt es oft zu Problemen“, erzählt Jaenke. Neben ihm steht Rettungsassistent Jörg Stöber, 47. „Die Scheidungsrate in unserem Beruf ist nicht ohne Grund sehr hoch“, fügt er hinzu.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Die Station der DRF Luftrettung in Göttingen besteht aus zwei Arbeitszimmern, einem Schlafzimmer, einer Toilette, einem Aufenthaltsraum und einer Küche, in der Notärztin Monica Scortea, 37, gerade  Kaffee kocht. Im Arbeitszimmer sitzt die männliche Besatzung vor ihren Computerbildschirmen. „Papierkram bringt der Job auch mit sich.“ Jaenke blickt auf. „Emails beantworten, Anträge stellen, Patientendaten übermitteln. Auch der Hubschrauber muss regelmäßig gewaschen werden.“ Neben Aktenordnern und Lehrbüchern liegt die Speisekarte eines Pizzadienstes.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Um 7.32 Uhr springt Jaenke plötzlich auf. Ein kleines schwarzes Gerät an seinem Gürtel hat angefangen zu piepen. Nur zwei Minuten  später ist der Hubschrauber in der Luft. Einsatzmeldung: ein Mann ist von einer Leiter gefallen. Nur wenige Minuten später landet der Hubschrauber auf einer Wiese. Ein ebenfalls alarmierter Rettungswagen trifft zeitgleich ein. Während sich Notärztin und Rettungsassistenten um den Verletzen kümmern, bewacht der Pilot seine Maschine. Nachdem der Patient stabilisiert wurde, wird er, begleitet von Scortea, im Rettungswagen ins Klinikum transportiert. Der Hubschrauber fliegt ohne Ärztin zurück zur Station. Was mit den Patienten später passiert, erfahren Jaenke und Stöber nur selten. Eine Ungewissheit, die sowohl beruhigend als auch quälend sein kann. Im Fall des Leitersturzes ging alles gut, wird Scortea später berichten. Doch manche Einsätze verlaufen weniger glimpflich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" ><a rel="lightbox" href="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi2.jpg" rel="lightbox[355]"><img src="http://www.uniwave.de/images/blog/hubi2kl.jpg" /></a>
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Vor kurzem wurden wir nach Berndorf in Nordhessen gerufen. Dort hatte ein Vater versucht, seine Kinder mit einem Hammer zu erschlagen. Drei, fünf und sieben Jahre alt. Alle drei saßen mit offenen Schädeln in einer Ecke. Sie konnten einander sehen. Das Blut und die Löcher. Als die erste Notärztin eintraf, war ein Mädchen sogar noch ansprechbar.“ Jaencke senkt kurz den Blick. „So etwas vergisst man nicht einfach.“ Mit seinen Gefühlen umzugehen &#8211; das will gelernt sein. Im Rettungsdienst gehören Nachbesprechungen daher zur Tagesordnung. „Man muss über seine Erlebnisse reden“, sagt Stöber. „Wenn man abstumpft, dann geht die Menschlichkeit flöten.“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Es ist Mittagszeit. Doch an eine Pause ist nicht zu denken. 12.29 Uhr. Wieder piepen die Alarmmelder. Wieder ein Einsatz. Und wieder hebt „Christoph 44“ ab. Es gilt Leben zu retten. Auch bei Regen.</p>
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		<title>Yab-dab-yeah</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2009/05/30/yab-dab-yeah/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 22:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Funny]]></category>
		<category><![CDATA[coca cola]]></category>
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		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist doch mal ne nette Cola-Werbung (Bitte Ton anmachen):]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal ne nette Cola-Werbung (Bitte Ton anmachen):</p>
<p><object width="360" height="420" type="application/x-shockwave-flash" data="http://coke.widgetiz.es/creatures/318"><param name="movie" value="http://coke.widgetiz.es/creatures/318" /><param name="quality" value="best" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><embed src="http://coke.widgetiz.es/creatures/318" type="application/x-shockwave-flash" width="360" height="420"></embed></object></p>
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		<title>Das &#8220;human interface&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 20:19:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Funny]]></category>
		<category><![CDATA[human interface]]></category>
		<category><![CDATA[lustig]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Video ist fantastisch. Es zeigt nicht nur, wie ein "human interface" funktioniert, sondern darüber hinaus auch, wie viel Zeit manche Menschen haben und was sie damit anfangen (bitte vom langsamen Start nicht abhalten lassen...):]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Dieses Video ist fantastisch. Es zeigt nicht nur, wie ein &#8220;human interface&#8221; funktioniert, sondern darüber hinaus auch, wie viel Zeit manche Menschen haben und was sie damit anfangen (bitte vom langsamen Start nicht abhalten lassen&#8230;):</p>
<p><object width="360" height="270"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4697849&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4697849&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="360" height="270"></embed></object></p>
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		<title>Mein erstes Mal</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2009/05/22/mein-erstes-mal/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 15:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[work]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitsamt]]></category>
		<category><![CDATA[göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[student]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesagentur für Arbeit in Göttingen mutet ihren studentischen Besuchern einiges zu. Die Öffnungszeiten beschränken sich auf den Vormittag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Die <a href="http://www.arbeitsagentur.de/">Bundesagentur für Arbeit</a> in Göttingen mutet ihren studentischen Besuchern einiges zu. Die Öffnungszeiten beschränken sich auf den Vormittag. Von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet, steht auf der Internetseite. Also heißt es früh ins Bett gehen, um am nächsten Tag rechtzeitig aus dem Bett zu kommen. Um vier Uhr schlafe ich schließlich ein. Die ersten Vögel beginnen schon zu zwitschern.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Nach ausgiebigem Gebrauch des Schlummermodus an meinem Wecker quäle ich mich um kurz vor elf aus dem Bett. Bevor ich unter die Dusche kann, huscht mein Mitbewohner ins Bad. „Muss nur kurz aufs Klo.“ Ich gehe in  die Küche und trinke ein Glas Wasser. Soll gut für den Körper sein, hab ich irgendwo gehört. Als das Bad schließlich frei ist, putze ich mir die Zähne und steige unter die Dusche. Hier fühle ich mich schlecht, weil auf meinem Shampoo nicht „Ohne Silikone“ wie auf den anderen steht. Ob meines wiederverwertete Brustimplantate enthält?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Abtrocknen. Kontaktlinsen einlegen und anziehen. Obwohl es draußen warm ist, ziehe ich eine lange Hose und ein schwarzes Hemd an. Schließlich will ich gut aussehen bei meinem ersten Gang „zum Amt“.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Dort angekommen parke ich mein Fahrrad und sehe mich um. Vor der Eingangstür unterhalten sich zwei Menschen. Ich setze die Sonnenbrille ab und gehe auf sie zu. Ob die Schlange bis hier draußen geht, frage ich mich. Doch es sind nur der Hausmeister und ein Mitarbeiter. Sie unterhalten sich über das Wetter und die Wochenendepläne. Sie machen mir Platz und ich betrete die Eingangshalle. Ein großes Schild weist mir den Weg: „Empfang“. Immer auf der Suche nach einer riesigen Schlange von Arbeitslosen gehe ich weiter. Die müssen hier doch irgendwo sein. Schließlich ist Rezession. Doch selbst als ich den Empfang erreiche: fünf Sachbearbeiterinnen hinter ihren Tischen und nur ein Kunde. „Bitte Diskretion wahren“ steht auf einem Schild. Ich wahre so gut ich kann. Dann ruft mich Frau Fischer zu sich. Sie ist jung, trägt eine Brille und will so gar nicht meinem Bild einer typischen Arbeitslosenamtmitarbeiterin entsprechen: sie ist freundlich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Guten Tag, was kann ich für Sie tun“, werde ich gefragt.<br />
„Hallo. Ich bin gerade mit dem Studium fertig geworden und man hat Sie mir empfohlen“, antworte ich.<br />
Sie lächelt und bittet mich nach meinem Ausweis. „Haben Sie in den letzten zwei Jahren für zwölf Monate oder mehr Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt?“<br />
Ich verneine. Mit vielen 400-Euro-Jobs kann ich dienen. Die nützen mir hier wenig.<br />
„Was haben Sie denn studiert?“<br />
Meine Antwort verwirrt sie. Magister scheint in Zeiten von Bachelor und Bachelorette niemand mehr zu kennen. Nachdem sie meine Daten in ihren Rechner eingegeben hat, drückt sie mir einen Zettel in die Hand.<br />
„Mit diesem Zettel können Sie jetzt Arbeitslosengeld II beantragen. Allerdings nicht hier im Haus sondern beim Landkreis. Die haben allerdings nur bis zwölf Uhr geöffnet.“<br />
Ein Blick auf die Uhr. Noch 19 Minuten. Ich bedanke und verabschiede mich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Wieder draußen schließe ich mein Fahrrad auf und mache mich auf den Weg. Bis zum Rathaus sind es zwei Kilometer. Mit Gegenwind und aufgehalten von vielen roten Ampeln erreiche ich um 11 Uhr 46 das Ziel. Auch hier ist keine Schlange zu sehen. Ob die Arbeitslosen schon alle Wochenende haben?
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Was ich hingegen bemerke, ist ein qualitativer Unterschied zur Agentur für Arbeit. Während dort vieles hell, modern und angenehm wirkte und selbst die Mitarbeiterinnen freundlich und gut gekleidet waren, treffe ich hier auf das genaue Gegenteil. Es ist dunkel und stickig. Die Beschilderung verwirrt mehr als sie hilft und von Ansprechpersonen ist weit und breit nichts zu sehen. Irgendwann stehe ich vor einem Nummern-Automat. Ich drücke einen Knopf und halte wenig später die Nummer 24 in meinen Händen. Ein Gong ertönt und ich frage mich, wie ich herausbekomme, ob das vielleicht schon meine Nummer ist. Ein vorsichtiger Blick um die nächste Ecke und ich befinde mich in einer Art Wartehalle. Immerhin bin ich nicht alleine. Ein Mann sitzt an einem großen Tisch und füllt Unterlagen aus. Eine Frau versteckt sich hinter einem Computer und schreibt an ihrer Bewerbung. Tipps dafür stehen groß an der Pinnwand. Hier finden sich auch die neuesten Jobangebote: Pizzalieferant, Schneiderin, Maurer oder Altenpflegerin.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Der nächste Gong ertönt und ich entdecke eine Anzeige. Neben der 24 leuchtet nun der Raum Nummer Fünf auf. Das richtige Zimmer zu finden gestaltet sich schwieriger als gedacht. Auf die Sieben folgen Vier und Drei, bevor ich schließlich bei Nummer Fünf klopfe und eintrete. Und wieder glaube ich, im verkehrten Film zu sein. Eine ältere Dame blickt mich an. Statt zu grüßen will sie meinen Nummernzettel haben. Anscheinend wird man hier nach Nummern bezahlt. Ich reiche ihn ihr und erkläre mein Problem. Daraufhin drückt sie mir mehrere Zettel in die Hand.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >„Die müssen Sie alle ausfüllen. Wenn Sie in einer WG wohnen, müssen sie die hier skizzieren. Außerdem brauchen wir alle Unterlagen der letzten drei Monate. Kontoauszüge, Versicherungsdaten und Angaben des Vermieters.“ Ich frage, ob meine Lebensversicherung weiterlaufen kann. „Pro Lebensjahr dürfen Sie 150 Euro besitzen. Darüber hinaus ein Betrag von 750 Euro&#8230;“ Sie tippt wie wild auf ihren Taschenrechner ein. „Wie alt sind Sie?“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Das Ergebnis überrascht mich. Knapp 5.000 Euro darf ich besitzen. Anderenfalls erhalte ich kein Arbeitslosengeld. Dass ich außerdem 10.000 Euro BAföG-Schulden durch mein Studium habe, scheint nicht zu interessieren. „Füllen Sie einfach die Zettel aus und kommen Sie dann wieder. Wir schließen nämlich in zwei Minuten.“
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Ich verstehe. Da ist sie wieder. Die deutsche Pünktlichkeit. Gepaart mit ein bisschen Bürokratie wird daraus ein gefährlicher Cocktail, den ich heute nicht mehr probieren will. Ich bedanke mich und wünsche ein schönes Wochenende. Eine Antwort bleibt man mir schuldig.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%" >Draußen vor der Tür atme ich erleichtert auf. Die Sonne scheint. Ich stecke die Unterlagen tief in meine Tasche. Ich nehme mir vor, in der nächsten Woche einmal hineinzuschauen. Dann steige ich auf mein Rad und fahre los. Mein erster Gang „zum Amt“ war weniger schlimm als befürchtet. Selbst Schlange stehen musste ich nicht. Vielleicht schreibe ich dem <a href="http://www.bmas.de">Olaf</a> mal eine Mail. Er soll doch mal nach Göttingen kommen. Hier scheint es keine Arbeitslosen zu geben. Aber vielleicht hatten die heute auch alle nur frei.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Und wann kommen die Billig-Blogger?</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/12/30/und-wann-kommen-die-billig-blogger/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 23:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[indien]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.uniwave.de/log/?p=280</guid>
		<description><![CDATA["Auflagenverluste, Entlassungswellen, drohende Pleiten: Erste krisengeschüttelte US-Medienhäuser verlagern bereits Teile ihres Geschäfts nach Indien. Lassen sich auch journalistische Artikel kostengünstig im Ausland produzieren? Werden Texte bald so schlicht fabriziert wie Textilien?"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">&#8220;Auflagenverluste, Entlassungswellen, drohende Pleiten: Erste krisengeschüttelte US-Medienhäuser verlagern bereits Teile ihres Geschäfts nach Indien. Lassen sich auch journalistische Artikel kostengünstig im Ausland produzieren? Werden Texte bald so schlicht fabriziert wie Textilien?&#8221;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">&#8211;> Download des Spiegel-Artikels &#8220;<a href="http://rapidshare.com/files/177989950/ueberleben.pdf">Es geht ums Überleben</a>&#8220;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der &#8220;Knöllchen-Horst&#8221; von Osterode</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/11/09/der-knollchen-horst-von-osterode/</link>
		<comments>http://www.uniwave.de/log/2008/11/09/der-knollchen-horst-von-osterode/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 01:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Funny]]></category>
		<category><![CDATA[brisant]]></category>
		<category><![CDATA[knöllchen-horst]]></category>
		<category><![CDATA[osterode]]></category>
		<category><![CDATA[strafzettel]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Jahre lang war Frührentner Horst fleißig: Rund 13.000 Falschparker hat der Osteroder angezeigt. Doch bei der Straßenverkehrsbehörde ist man alles andere als erfreut über den freiwilligen Helfer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><a href="http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/11/06/amt-laesst-knoellchen-horst/abblitzen.html?o=RSS">Wenn</a> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,579622,00.html">in</a> <a href="http://www.zeit.de/online/2006/51/pedant-osterode">den</a> <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/07/967054.html">Medien</a> schon einmal über meine Heimatstadt berichtet wird, dann darf dies natürlich auch hier nicht fehlen. Kurze Einleitung:</p>
<blockquote><p style="text-align: justify; line-height: 150%">Vier Jahre lang war Frührentner Horst fleißig: Rund 13.000 Falschparker hat der Osteroder angezeigt. Doch bei der Straßenverkehrsbehörde ist man alles andere als erfreut über den freiwilligen Helfer.<br />
Quelle: <a href="http://www.mdr.de/brisant/5900869.html">MDR</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Einfach mal die Videos ansehen:</p>
<p>Beitrag 1:<br />
<object width="361" height="271"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2189746&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2189746&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="361" height="271"></embed></object></p>
<p>Beitrag 2:<br />
<object width="361" height="203"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2190715&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2190715&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="361" height="203"></embed></object></p>
<p>Hat nicht jede Stadt ihren eigenen Horst?</p>
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		<title>Prokrastination</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 00:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kaffka]]></category>
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		<category><![CDATA[prokrastination]]></category>

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		<description><![CDATA[Gehören Sie zu den Menschen, die alles ständig aufschieben, nur unter Druck funktionieren und nichts erledigt kriegen? Dann sind sie kein fauler Sack, sondern ein Prokrastinierer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Gehören Sie zu den Menschen, die alles ständig aufschieben, nur unter Druck funktionieren und nichts erledigt kriegen? Dann sind sie kein fauler Sack, sondern ein Prokrastinierer. Ein Drittel der Deutschen sollen nach Schätzungen von Experten an dieser Psychokrankheit leiden. Aber wie therapiert man die Antriebsschwäche? Und wie unterscheidet sich der Faulpelz vom Prokrastinierer? Unser Autor schaffte es, nach der einen oder anderen Terminverschiebung am Ende doch noch bekennende Aufschieber vor die Kamera zu bekommen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Quelle: <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/1047990">ARD Mediathek</a></p>
<p><object width="361" height="203"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2190342&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2190342&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="361" height="203"></embed></object></p>
<p>&#8230;</p>
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		<title>Trailer 2: Harry Potter und der Halbblutprinz</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/10/28/trailer-2-harry-potter-und-der-halbblutprinz/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 15:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Potter]]></category>
		<category><![CDATA[movie]]></category>
		<category><![CDATA[trailer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue Trailer zum sechsten Teil der Harry Potter-Saga ist erschienen: "Harry Potter und der Halbblut Prinz". Immer düsterer wird die Geschichte um den jungen Zauberer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Harry wird alt&#8230;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">&#8220;Der neue Trailer zum sechsten Teil der Harry Potter-Saga ist erschienen: &#8220;Harry Potter und der Halbblut Prinz&#8221;.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Immer düsterer wird die Geschichte um den jungen Zauberer. Im sechsten Teil sind neben Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson auch Helena Bonham Carter, Jim Broadbent, Alan Rickman, Maggie Smith und Robbie Coltrane mit dabei.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Der sechste Teil der erfolgreichen Reihe soll am 17. Juli 2009 in den amerikanischen Kinos zu sehen sein. In Deutschland ist der 16. Juli als Starttermin anvisiert.&#8221;
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Quelle: serienjunkies.de</p>
<p><object width="361" height="158"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2090988&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2090988&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="361" height="158"></embed></object></p>
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		<title>Das Problem mit den Serien</title>
		<link>http://www.uniwave.de/log/2008/10/25/das-problem-mit-den-serien/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 01:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eljoergen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Media]]></category>
		<category><![CDATA[amerika]]></category>
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		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Serien. Jeder kennt sie, jeder sieht sie, jeder vergisst sie. Oder aber nicht. Dann werden DVD-Boxen gekauft oder der iTunes-Movie-Store bemüht. An meine erste Serie kann ich mich heute nicht mehr erinnern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Serien. Jeder kennt sie, jeder sieht sie, jeder vergisst sie. Oder aber nicht. Dann werden DVD-Boxen gekauft oder der iTunes-Movie-Store bemüht.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">An meine erste Serie kann ich mich heute nicht mehr erinnern. An <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lindenstraße">Lindenstraße</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verbotene_Liebe">Verbotene Liebe</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marienhof">Marienhof</a> bin ich weiträumig herumpubertiert. Wenn am Morgen in der Schule über die letzten Morde, Affären und geplatzten Hochzeiten gesprochen wurde, dann hab ich noch schnell die Geschichtshausaufgaben abgeschrieben. Erstaunlicherweise waren damals nicht nur Frauen unter den Zuschauern. Aber mehr als 90 Prozent waren es dann doch.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Auch für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tatort_(Fernsehreihe)">Tatort</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Großstadtrevier">Großstadtrevier</a>, ganz zu schweigen vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Traumschiff">Traumschiff</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Forsthaus_Falkenau">Forsthaus Falkenau</a>, habe ich mich nie interessiert. Richtige Spielfilme oder kurze Fortsetzungsreihen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Timm_Thaler#Verfilmungen">Timm Thaler</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fantaghiro">Fantaghiro</a> waren da schon spannender.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wann es mich also erwischt hat, kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Eines Tages kam Tele5 mit den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gummibears">Gummibären</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bravestarr">Marshall Bravestarr</a>r, wenig später die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Simpsons">Simpsons</a> und irgendwann war ich mitten drin.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/King_of_Queens">King of Queens</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Friends">Friends</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Spin_City">Spin City</a>. Mit Comedy fing alles an. Das Gute an diesen Serien war, dass man getrost ein paar Folgen verpassen konnte. Ob nun ein Woche, einen Monat oder ein Jahr später &#8211; zurückzukommen war immer sehr einfach. Das lag mit daran, dass die Hauptcharaktere nie bzw. kaum gewechselt haben und auch die Rahmenhandlung immer recht überschaubar blieb.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Von Comedy ging es dann eines Tages weiter zu Action und Spannung mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/X_files">Akte X</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Knight_Rider">Knight Rider</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alias_(TV_series)">Alias</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lost_(TV_series)">Lost</a>.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ich weiß, dass es noch einige große Lücken gibt. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/24_(TV_series)">24</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Heroes_(TV_series)">Heroes</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prisonbreak">Prison Break</a> habe ich noch nicht gesehen. Auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Twin_Peaks">Twin Peaks</a> fehlt mir noch. Und genau hier liegt das Problem bei Serien: sie laufen immer weiter! Und es werden immer mehr!
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Vor ca. einem Monat hat in Amerika die <em>Herbst-Saison</em> begonnen. Alle großen Sender versuchen neue Folgen ihrer Serien an den Zuschauer und die Zuschauerin zu bringen. Natürlich zur Prime-Time. Denn nur hier lässt sich wirklich Geld verdienen.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Viele gute Serien, die in Amerika laufen, schaffen es niemals nach Europa oder Deutschland. Gott sei Dank, möchte ich sagen. Wenn alle diese Serien eines Tages tatsächlich <em>synchronisiert</em> (übrigens mein Vorschlag zum Unwort des Jahres) im deutschen Fernsehen laufen sollten, können die Kinos auch gleich schließen und die Rundfunkanstalten ihre Arbeit einstellen. Denn schon heute ist es problematisch, die vielen Serien kundenfreundlich zu senden. Viel zu groß ist das Angebot, viel zu wenig sieht der Standarddeutsche &#8211; zumindest momentan &#8211; noch TV.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Und dann gibt es da noch das Problem mit der Ausstrahlungsverzögerung. Eine Folge, die in Amerika heute auf ABC oder CBS läuft, wird in Deutschland erst viele Monate später ausgestrahlt. Obwohl sie in den USA bereits wenige Stunden nachdem sie über den Bildschirm lief im Internet verbreitet wird. Sowohl von den Sendern selbst (für Festpreise oder werbefinanziert) oder über hunderte und tausende von Blogs und Newsseiten, die die neusten Folgen per Stream oder zum Download anbieten. Umsonst. Selbstverständlich.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Wer sich also in Deutschland für eine Serie interessiert, wird auf das Internet ausweichen. Und später als Zuschauer fehlen. Weshalb Pro7, Sat1 oder RTL die Serie wegen schlechter Zuschauerzahlen absetzt oder ins Nachtprogramm verbannt. Ein Teufelskreis, der erst noch durchbrochen werden will.
</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Ursprünglich wollte ich in diesem Eintrag über eine meiner All-Time-Favorit-Serien bloggen: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nip/Tuck">Nip/Tuck</a>. </p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%">Die fünfte Staffel ist gerade auf DVD erschienen (bevor sie im frei empfangbaren TV lief) und noch genauso böse und grausam wie am Anfang. Nun werd ich mir dies bis zum nächsten Mal aufheben. Nur soviel sei verraten: <a href="http://www.ex-dieserie.at/?t=actors&#038;a=gwendolin">Walt Disney würde sich im Grabe umdrehen&#8230;</a>
</p>
<p><em>Foto: © 2008 ABC</em></p>
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