24 Oct

Daten, Daten, Daten

Wie gut, dass es das Internet gibt. Und Google. Was täten wir bloß ohne Google, die alleswissende Suchmaschine? Das zweite Gehirn jedes Journalisten. Das Wissen 2.0. Und was täten wir ohne achtlos auf Server geladene Nutzerdaten? Was täten wir ohne Lidl, Telekom oder coma2?

Moment. coma2? Noch nie davon gehört? Richtig. Ich auch nicht. Bis heute. Beim Prokrastinieren bin ich über einen Suchmaschineneintrag gestolpert, wo meine komplette – zugegeben, längst veraltete – Adresse inkl. Telefonnummer einzusehen war. Aus dem Jahr 2000. Damals war ich wohl so leichtsinnig, und habe an einem Gewinnspiel anlässlich des Deutschen Filmpreises teilgenommen. Zu gewinnen gab es – laut coma2-Server – einen Mercedes und zehn Jahresabos der Zeitschrift TV Spielfilm. Warum auch immer, ich habe damals mitgemacht. Und heute – neun Jahre später – finde ich meine und die Kontaktdaten von fast 1800 anderen Teilnehmern frei verfügbar im Internet. Über Google (Cache).

Bei coma2 hat man das wohl bereits gemerkt. Die txt-Datei ist nicht mehr verfügbar. Im Google-Cache sind die Daten jedoch alle noch abrufbar. Teilweise mit Handy-Nummer, immer aber mit Straße, Hausnummer, Wohnort und Email-Adresse. Auch dabei?

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