Anscheinend gehört es heutzutage zum guten Ton, Besitzer eines Wiesels zu sein.
Ob man nun Versteckspiele veranstaltet, deutsche Geschichte klont oder einfach einen Spielpartner für die kleine weiße Robbe sucht – ein Wiesel gehört dazu.
Nun gibt es da allerdings ein Problem. Wiesel sind vom Aussterben bedroht. Kein Witz!
Der WWF (World Wiesel Fund), Wieselpeace und WIBU (Wieselschutzbund Deutschland e.V.) erklärten das Wiesel in den vergangenen zwanzig Jahren jeweils zum Tier des Jahres. Zweck dieser Aktion war und ist es, die Gefährdung des Wiesels und sein drohendes Aussterben stärker in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken.
Zwar hatten diese Bemühungen teilweise Erfolg, jedoch beschränkt sich der Lebensraum des Wiesels immer noch auf die nördliche Hälfte Deutschlands. Zuletzt gesehen wurden vereinzelte Exemplare in Kiel, Göttingen, Dresden und – unbestätigten Berichten zufolge – in Berlin.
Wer nun allerdings unbedingt ein Wiesel haben möchte, der muss sich einfallsreich zeigen. Oder einfach Glück haben.*
Mein Wiesel saß zum Beispiel seit fast einem Jahr auf meiner CD-Sammlung und ich hab es nicht einmal mitbekommen. Es muss sich bei meinem Umzug aus Hamburg irgendwie im Gepäck versteckt haben. Und wäre ich nicht zufällig im Internet über einige Geschwister gestolpert, so säße es wohl noch heute dort.
So. Und da es jetzt 18 Uhr ist, ist es Zeit für die Fütterung. Das Wiesel ist nämlich ganz schön verfressen. All meine Pflanzen und meine Mitbewohner mussten schon dran glauben. Deswegen habe ich es jetzt erstmal auf Diät gesetzt. Ein Stück Gurke und eine Scheibe Toast müssen reichen.
*Auch häufen sich Berichte, nach denen Apple bald ein iPhone 3G Wiesel 4G auf den Markt bringen wird. Mit eingebautem Wieselscreen. Dabei handelt es jedoch nur um ein Gerücht.

2 Comments
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Dein Wiesel sieht verwirrt aus. Und bedrohlich. Gibst Du dem Drogen?
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Nee. Mein Mitbewohner war Vegetarier. Der ist ihm wohl nicht so gut bekommen…