Sie ist wieder da. Quälix, die Taube neben meinem Fenster. Quälix, so hab ich sie genannt. Wahrscheinlich hat sie einen anderen Namen. Oder gar keinen. Bei Tauben kann man das nicht wissen.
Vielleicht ist sie schon einmal der Wissenschaft in die Hände gefallen. Dann hat sie einen Metall- oder Plastikring am Fuß und ihr Name ist eine Nummer. Vielleicht ist sie eine Brieftaube. Auch dann hätte sie einen Ring am Fuß und wäre eine laufende fliegende Nummer. Letzteres halte ich für am Wahrscheinlichsten. Schließlich kommt Quälix meist am Wochenende vorbei. Wenn sie frei hat. Dann setzt sie sich auf den kleinen Dachabschnitt gleich rechts von meinem Fenster. Man kann sie nicht sehen. Nur hören.
Da helfen auch keine geschlossenen Fenster. Zumal dies gerade im Sommer keine Option darstellt. Auch Händeklatschen verscheucht Quälix nicht. Stattdessen hab ich es heute mit dem Wischmopp aus unserem Bad versucht. Damit kommt man zumindest um die Ecke und kann ein wenig Verwirrung stiften. Hat auch funktioniert, bloß leider war ich danach unweigerlich wach. Gerade am Wochenende kann das recht ärgerlich sein.
Laut jetzt.de folgt bei Tauben auf Gurren der Eisprung: Sobald die Weibchen angegurrt werden, gehen sie im Kreis, spreizen ihre Schwanzfedern und gurren zurück. Das regt ihren Eisprung an und voilá – das Taubenweibchen ist paarungsbereit. Bisher schien Quälix jedoch noch ohne Begleitung auf unserem Dach gegurrt zu haben. Was aus dem sie einen er macht. Der noch übt. Vielleicht möchte er auch nur meinem Mitbewohner imponieren. Der schläft genau unter dem gurrenden Täuber.
Vielleicht fällt mir in den nächsten Tagen noch eine wirkungsvollere Methode gegen den Tauben-Terrorismus -Tourismus auf unserem Dach ein.
Und jetzt hole ich erstmal wieder den Mopp aus dem Bad.


2 Comments
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Heut morgen wieder. Um 6:30. Wahrscheinlich noch bevor sie los zur Arbeit ist…
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Und irgendwann möchte Quälix sich dann mit dem Mopp paaren. Vielleicht nervt sie sogar nur deswegen.
Und Micky Maus hat wohl doch noch EIndruck hinterlassen…
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[...] heute durchschnittlich eine Stunde weniger als noch vor zwanzig Jahren. Grund sind neben den Tauben vor dem Fenster und dem Klimawandel (Menschen stehen früher auf, wenn es noch kalt ist und sie gehen später ins [...]